Aufführungen / Oper
Wiener Staatsoper
Wien, Opernring 2
- Morgen: Tosca
- Premiere: Les Pêcheurs de perles
- Simon Boccanegra
- Visionary Dances
- Ensemblematinee im Mahler-Saal
- Der fliegende Holländer
- Giselle
- Solokonzert Michael Spyres
- Salome

- L'Elisir d'Amore
- Kammermusik der Wiener Philharmoniker
- Der Rosenkavalier
- Ensemblematinee im Mahler-Saal
- Das Rheingold
- Manon
- Eugen Onegin

- Die Walküre
- Siegfried
- Matinee der Ballettakademie
- Carmen

- Online-Shop der Wiener Staatsoper
- eines der international bedeutendsten Opernhäuser
Aufführungen / Theater
Burgtheater Wien
Wien, Universitätsring 2
- Morgen: Gullivers Reisen

- Premiere: Zwischenton
- Premiere: Sankt Falstaff
- Die Nacht kurz vor den Wäldern
- Die verlorene Ehre der Katharina Blum
- Zu ebener Erde und erster Stock
- Schachnovelle

- Die Nebenwirkungen

- Das Ferienhaus
- Auslöschung. Ein Zerfall

- Die Zauberflöte

- Die letzten Tage der Menschheit
- Wir sind noch einmal davongekommen
- Johann Holtrop

- Geschlossene Gesellschaft

- Holzfällen
- König Lear

- Der Fall McNeal

- Führung im Burgtheater / BURG Digital
- Das Burgtheater ist als österreichisches Nationaltheater die wichtigste Schauspielbühne des Landes und das größte Sprechtheater Europas.
Ereignisse / Festspiele
Wiener Festwochen
15.5. bis 21.6.2026
- Eröffnung: Das Glaubenstribunal
- Kino der Republik
- Das beste Stück aller Zeiten
- Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2
- Mythen des Alltags
- The Day Before
- Wallden
- State of Faith
- Tanzende Idioten
- Mythical Ark: This is not Montana
- Le Voyage de la Vénus Noire
- Transmythical
- Voyage into Infinity
- Eröffnung Wiener Festwochen
- Pfingstspiel
- Music Music
- Mythical Ark: I Dream I'm The Death Of Orpheus
- السّيرة الهلاليّة - Das Banū Hilāl Epos
- Quadra 16
- Holy Spring: Falling Skies
- Dark Noon
- Repertório N.1
- Vampire's Mountain
- Mythical Ark: Dialectics Of Departure: Anchoring Babel
- Mōdraniht. Songs of Winter War
- 9/11 Frames per Second
- Kassandra - or Songs of the Canaries
- БУРЯТА The Tempest
- Credere alle Maschere
- Juggle & Hide
- Clap & Slap
- SEPPUKU EL FUNERAL DE MISHIMA o el placer de morir
- La Parabole du Seum
- DORA ILI KO ĆE DA PROŠIVA PRSLUKE?
- Parsifal
- Doppelgänger / Doppelganger
- 埋火 / Sleeping Fires
- Götterdämmerung
- Mythical Ark: Gretchenfrage
Ereignisse / Festival
Theater im Park Wien
20.5. bis 17.9.2026
- Alex Kristan - 50 Shades of Schmäh
- Michael Niavarani - HOMO IDIOTICUS 2.0
- Omar Sarsam
- Peter Filzmaier & Armin Wolf
- Mogli - Das Dschungelbuch
- Bodo Wartke
- Venus & Jupiter
- Stermann / Grissemann
- Gernot Kulis
- Michael Mittermeier
- Harry G
- Hazel Brugger
- Barbara Blaha
- Malarina
- Berni Wagner
- Ringlstetter & Zinner
- Martin Spengler & die foischn Wiener*innen
- Norbert Schneider
- Single Bells
- Lydia Prenner-Kasper
- Dr. Bohl
- Musicalstars im Park
- Martina Schwarzmann
- Stefanie Reinsperger
- Philipp Hochmair
- Thomas Mraz
- Benedikt Mitmannsgruber
- Kernölamazonen
- Sommernachtstraum
- Andreas Vitásek
- Maschek
- Martin Frank
- Manuel Rubey & Simon Schwarz
- Toxische Pommes
- Paul Pizzera, Gabi Hiller & Philipp Hansa
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
Sankt Falstaff
Burgtheater
Premiere: 9.5.2026 Während der Staat im Chaos versinkt und der todkranke Quasi-König Heinrich einen halbwegs fähigen Nachfolger für seinen Führungsapparat sucht, freundet sich in der Kneipe der Dauergast John Falstaff mit dem jungen, abgestürzten Harri an. Ein Paar, das ungleicher nicht sein könnte. Was wollen sie voneinander? Das Gift der Macht jedenfalls verrichtet sein zerstörerisches Werk. Der österreichische Autor Ewald Palmetshofer führt Falstaff, den beliebten Außenseiter unter Shakespeares Figuren, in die Abgründe einer dystopischen Welt. Nach HAMLET inszeniert Karin Henkel diese rauschhafte, humorvolle HEINRICH IV.-Überschreibung und fragt sich gemeinsam mit dem Autor, warum die Zeiten nicht besser werden. Regie: Karin Henkel Bühnenbild: Thilo Reuther Kostüme: Teresa Vergho Musik: Matthias Grübel Licht: Michael Hofer Video: Andrea Gabriel Dramaturgie: Rita Thiele, Jeroen Versteele
Aufführungen
| Schauspiel
Holzfällen
Burgtheater
von und mit Nicholas Ofczarek und Musicbanda Franui Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Die versammelte Menge wartet auf die angekündigte Ankunft eines Burgschauspielers; zudem sind die meisten Personen dieser Gesellschaft miteinander verbunden, weil ihre durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana am Nachmittag desselben Tages in der Ortschaft Kilb zu Grabe getragen wurde. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik. Komposition & Musikalische Bearbeitung: Markus Kraler, Andreas Schett Textfassung: Andreas Schett Licht: Paul Grilj Eine Produktion von Musicbanda Franui 2 Stunden 30 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Geschlossene Gesellschaft
Burgtheater
Deutsch von Traugott König Inès, Estelle und Garcin haben nur Vermutungen darüber, warum sie miteinander ausgerechnet in dieser Hölle gelandet sind: ein Innenraum ohne Fenster und Spiegel. Turmhoch eingemauert, nur ab und an besucht von einem skurrilen Kellner. Ein Draußen? Gibt es hier nicht. Selbst die Augenlider sind erlahmt; der Ort droht mit durchgängigem Wachsein, ohne die erlösenden „schwarzen Blitze“ des Blinzelns. Warum sind gerade diese drei Menschen, die sich im Leben nie begegnet sind, hier zusammengepfercht worden? Welche Schuld hat sie hierhergeführt? Halten sie das Folterbesteck für die anderen bereits in den Händen, ohne es zu wissen? Jean-Paul Sartres Klassiker des Existenzialismus, uraufgeführt 1944 in Paris unter der Herrschaft der Nationalsozialisten, ist nicht nur Schlüsselwerk zum Verständnis von Sartres Philosophie der Freiheit, die um die Frage kreist, wie uns die Blicke der Anderen gegen unseren Willen definieren. GESCHLOSSENE GESELLSCHAFT ist auch ein Stück über die Ungewissheit, über das Eingeschlossen-Sein und die Isolation, über eine veränderte Wahrnehmung von Zeit, die sich in einer zur Ewigkeit gedehnten Gegenwart bleiern über die Menschen und Dinge legt. Insofern hat es wertvolles Wissen gespeichert, in dem wir uns im Rückblick auf die vergangenen Jahre überraschend wiederfinden. Inszenierung: Martin Kušej Bühne: Martin Zehetgruber Mitarbeit Bühne: Stephanie Wagner Kostüme: Werner Fritz Musik: Aki Traar Licht: Michael Hofer Dramaturgie: Alexander Kerlin Wir bedanken uns herzlich bei Erwin Wurm und dem Atelier Erwin Wurm für die Leihgabe der Gurkenskulptur, bei der es sich um ein Original aus der Werkstatt des Künstlers handelt. 1 Stunde 45 Minuten - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Johann Holtrop
Burgtheater
Österreichische Erstaufführung In einer Fassung von Stefan Bachmann & Lea Goebel Johann Holtrop, ein machiavellistischer Macher, bestimmt als Vorstandsvorsitzender eines Medienkonzerns über 80.000 Mitarbeitende weltweit und eine Bilanzsumme von 15 Milliarden Euro. Holtrop lebt im Wahn der absoluten Gegenwart: Sein Ego und Charisma walzen alles nieder, was sich ihm in den Weg stellt – bis seine steile Karriere ihr jähes Ende findet. Acht Schauspielerinnen und eine Live-Band erzählen in dieser rhythmisch treibenden Inszenierung vom Aufstieg und Fall eines Managers, von politischen Umbrüchen der Nullerjahre und nicht zuletzt von männlicher Führung und giergetriebenen Machtdynamiken. Regie: Stefan Bachmann Bühnenbild: Olaf Altmann Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes Komposition und Musikalische Einrichtung: Sven Kaiser Choreographie und Körperarbeit: Sabina Perry Licht: Michael Gööck Dramaturgie: Lea Goebel Eine Koproduktion des Schauspiel Köln mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus Dauer und Pausen Dauer: 2 Stunden 10 Minuten - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Auslöschung. Ein Zerfall
Burgtheater
Als Privatlehrer Franz-Josef Murau von seinen Schwestern ein Telegramm erhält, in dem er vom tödlichen Unfall seiner Eltern und seines Bruders erfährt, macht er sich von Rom aus auf den Weg zu seinem Familienwohnsitz im oberösterreichischen Wolfsegg. Die unfreiwillige Rückkehr in seine Heimat löst eine wahre Erinnerungsflut an seine konfliktreiche Jugend und sein Dasein als Außenseiter in einer immer noch von faschistoiden Tendenzen geprägten Gesellschaft aus. Die schwedische Regisseurin Therese Willstedt nimmt sich des Stoffes für die Bühne an und deutet ihn als zentralen Text für die österreichische Vergangenheitsbewältigung. Regie: Therese Willstedt Bühnenbild und Licht: Mårten K. Axelsson Kostüme: Maja Mirkovic Musik: Emil Assing Høyer, Jakob Munck Dramaturgie: Jeroen Versteele 2 Stunden 45 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Nebenwirkungen
Burgtheater
Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert Das sogenannte „Tocqueville-Paradoxon“, das Alexis de Tocqueville 1835 in seinem Buch „Über die Demokratie in Amerika“ entwickelt hat, besagt, dass die Wut über und der Widerstand gegen Privilegien und Ungerechtigkeit zunimmt, je mehr die Ungerechtigkeiten selbst abnehmen. Wenn überall nichts als Ungerechtigkeit herrscht, so der Erfinder der modernen Politikwissenschaft, dann fällt die einzelne Ungleichheit nicht weiter ins Auge, während in einer Situation weitestgehender Gleichheit noch die geringste Abweichung unerträglich ist. Im Elternbeirat der progressiven Privatschule, an der Jonathan Spectors Stück spielt, wird tagaus tagein hart daran gearbeitet, noch die letzten Unterschiede sichtbar und verschwinden zu machen. Jede*r soll sich willkommen, gehört und gesehen fühlen an dieser Schule fürs bessere Leben. Als das Gremium beim Ausbruch einer Mumps-Epidemie mit einer Verordnung der Schulbehörde konfrontiert wird, die besagt, dass fortan nur noch geimpfte Schüler*innen am Unterricht teilnehmen dürfen, gerät die gut eingespielte Konsens-Demokratie allerdings in Turbulenzen. Jonathan Spectors Tragikomödie, die bereits 2018 entstanden ist, treibt alle Unversöhnlichkeiten der letzten Jahre noch einmal auf die Spitze und macht die dahinter drängenden Fragen sichtbar: Was verstehen wir unter Demokratie? Wie wollen wir Entscheidungen treffen? Welche Möglichkeiten der Mitwirkung und Teilhabe soll es dabei geben? Haben die Interessen der Gemeinschaft ihre Grenzen an der individuellen Freiheit? Oder doch eher umgekehrt? Regie: Jan Philipp Gloger Bühne: Marie Roth Kostüme: Justina Klimczyk Musik: Kostia Rapoport Licht: Marcus Loran Dramaturgie: Sebastian Huber Dauer: 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Burgtheater
1974: Eine junge Frau verlässt ihre Wohnung, um zu einem privaten Tanzvergnügen zu gehen. Vier Tage später stellt sie sich der Polizei und gibt an, einen Journalisten erschossen zu haben. Reue empfindet sie nicht. Was ist Katharina Blum in den vergangenen Tagen widerfahren? Was hat zu dieser dramatischen Entwicklung geführt? In Form von Protokollen, Berichten und Zeugenaussagen rekonstruiert Heinrich Böll in seiner berühmt gewordenen Erzählung die beispielhafte Geschichte einer Eskalation von Gewalt. Mit seiner Bühnenfassung von DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM zeichnet Bastian Kraft das Bild einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft, in der Populismus und Sexismus destruktiv zusammenwirken. Regie: Bastian Kraft Bühnenbild: Nadin Schumacher Kostüme: Jelena Miletić Musik: Björn SC Deigner Licht: Bernd Purkrabek Video: Sophie Lux Eine Produktion des Schauspiel Köln 1 Stunde 40 Minuten - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Der Fall McNeal
Burgtheater
Jacob McNeal, ein ebenso erfolgreicher wie narzisstischer Schriftsteller, sieht sich mehr denn je mit dem Einfluss von KI auf sein Schreiben, mit seinem eigenen körperlichen Verfall, aber auch mit seiner familiären Vergangenheit konfrontiert. Sein neuestes Buch basiert fast vollständig auf einem Manuskript seiner verstorbenen Ehefrau und auch die privaten Erfahrungen seines Sohnes hat er ohne dessen Einverständnis verarbeitet. Dieser droht nun, McNeals Karriere öffentlich zu zerstören. Ayad Akhtars Stück, ins Deutsche übertragen von Daniel Kehlmann, ist ein komplexes Porträt eines privilegierten, exzentrischen Künstlers über 50. Akhtar hinterfragt darin den Schriftstellerberuf an sich sowie die Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern und mutmaßt, wie KI uns verändern wird. Regie: Jan Bosse Bühne: Stéphane Laimé Kostüme: Kathrin Plath Musik: Arno Kraehahn Video: Andreas Deinert Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Christina Schlögl 2 Stunden 5 Minuten - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die letzten Tage der Menschheit
Burgtheater
Zwischen 1915 und 1922 schreibt Karl Kraus das umfangreiche Drama DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT. In über 200 Szenen wird darin der Erste Weltkrieg auf ebenso abgründige wie absurde Weise dargestellt: von der Verblendung der Politik über gezielte Desinformation durch die Presse bis zu dumpfer Gleichgültigkeit der Bevölkerung. Kraus deckt schonungslos auf, wie die Verflechtung von Machtinteressen und Kriegspropaganda zusammen mit einer opportunistischen Gesellschaft den Wahnsinn des Krieges überhaupt ermöglicht. Der Regisseur Dušan David Pařízek erstellt eine neue Fassung des Stoffes, der lange Zeit als „unaufführbar“ galt und von Kraus selbst ursprünglich nicht einem irdischen, sondern einem „Marstheater“ zugedacht war. Regie und Bühne: Dušan David Pařízek Kostüme: Kamila Polívková Mitarbeit Kostüme: Magdaléna Vrábová Live-Musik und Videodesign: Peter Fasching Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Lena Wontorra Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen 3 Stunden 15 Minuten - 1 Pause mit Übertitel-App PROMPT
Aufführungen
| Schauspiel
Schachnovelle
Burgtheater
Die SCHACHNOVELLE, geschrieben 1941 im brasilianischen Exil, ist eine schmerzliche Erinnerung an die österreichische Heimat, die Zweig verloren hatte. Eingebettet in die Geschichte des NS-Aufstiegs in Österreich Ende der 1930er Jahre, handelt die Novelle von Macht, Ohnmacht, Ruhm, Isolation, Fantasie, Besessenheit, Widerstand und den Schwächen und Stärken des menschlichen Geistes. Und natürlich von Schach, das Zweig als Königsdisziplin aller Spiele betrachtete. Nils Strunk und Lukas Schrenk widmen sich nach ihrer erfolgreichen Adaption der ZAUBERFLÖTE nun dieser außergewöhnlichen Novelle und bringen sie als musikalisches Schauspiel auf die Bühne. Regie und Textbearbeitung: Nils Strunk, Lukas Schrenk Musik: Nils Strunk Songtexte: Lukas Schrenk Bühne: Maximilian Lindner Kostüme: Anne Buffetrille Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Rita Czapka 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Nacht kurz vor den Wäldern
Burgtheater
Ein Mann läuft allein durch den Regen. Er fühlt sich fremd, sucht einen Schlafplatz und nach Menschen, die ihm ein Ohr schenken. Wieder und wieder wird er fortgejagt. Bernard-Marie Koltès’ erster Theatertext ist ein vielschichtiger Monolog, der den französischen Dramatiker bei der Uraufführung 1977 schlagartig bekannt machte. Mit radikaler Ehrlichkeit fängt Koltès die Sehnsucht nach Nähe ein und zeigt das emotionale Chaos eines Haltsuchenden. In der Inszenierung von Robin Ormond wird das Publikum in Form eines Audiowalks Teil dieser rastlosen Reise: Es folgt dem Text über Kopfhörer und bewegt sich mit dem Schauspieler Michael Wächter vom Kasino am Schwarzenbergplatz aus durch die Stadt. Regie: Robin Ormond Kostüme: Anna Gillis, Miriam Stöcklin Dramaturgie: Lena Wontorra, Katrin Michaels Eine Produktion des Residenztheaters München Die Inszenierung findet im öffentlichen Raum statt und ist nicht barrierefrei. Die Teilnahme an der Vorstellung erfolgt auf eigene Gefahr.
Aufführungen
| Schauspiel
König Lear
Burgtheater
Eine Produktion des Schauspiel Köln Neuübertragung und Einrichtung für sechs Personen Auf der Grundlage der Übersetzung des Grafen Baudissin von Arnt Knieriem König Lear dankt ab und beschließt, sein Reich unter seinen drei Töchtern aufzuteilen. Als Gegenleistung verlangt er, dass sie ihm ihre Liebe bekunden, was ihm – anders als Goneril und Regan – seine jüngste Tochter Cordelia verweigert. Sie wird vom erzürnten König Lear verbannt und enterbt. Die beiden anderen Schwestern wiederum verstoßen nach Erhalt ihres Erbteils den Vater. Verraten und gedemütigt kämpft Lear gegen seinen Niedergang und verfällt dem Wahnsinn. Auch in der Familie des königlichen Ratgebers Graf Gloucester führen Intrigen unter den Söhnen auf einen Abgrund zu. Rafael Sanchez inszeniert Shakespeares Tragödie über das konfliktvolle Wesen der Macht und einen, der sie nicht loslassen kann. Regie: Rafael Sanchez Bühne: Simeon Meier Kostüme: Ursula Leuenberger Komposition und musikalische Einrichtung: Pablo Giw Videodesign: Nazgol Emami Licht: Michael Frank Dramaturgie: Stawrula Panagiotaki, Jeroen Versteele Dauer: 3 Stunden 45 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Ein Sommernachtstraum
Burgtheater
Deutsch von Angela Schanelec, Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens Koproduktion mit der Ruhrtriennale Die Nacht setzt ein mit der Todesdrohung eines Vaters gegen seine Tochter. Zwei Liebespaare treibt dies in den Athener Wald, wo sie von Elfen, deren Geschlechter sich nicht einordnen lassen, verzaubert werden, so dass jede*r eine*n andere*n liebt. Auch sind Handwerker im Wald unterwegs, um eine Tragödie zu proben, mit einem Löwen, vor dem man sich nicht fürchten darf. Und das Königspaar der Elfen streitet um einen indischen Knaben und lässt dabei die Flüsse über ihre Ufer treten ... Die 400-jährige Vergangenheit von Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM hat uns einiges über unsere krisengeschüttelte Gegenwart mitzuteilen. Die Klimakatastrophen jener Zeit, die Verteidigung patriarchaler Herrschaftssysteme gegen genderfluide Identitäten und sogar Triggerwarnungen im Theater sind Bestandteil von Shakespeares meistgespielter Komödie. Doch handelt es sich auch um ein zeitloses Stück über das Spiel und die Kraft der Verwandlung. Im Athener Wald wird des einen Wunschtraum zum Alptraum des anderen. Shakespeare beschwört einen nächtlichen Seelenzustand, in dem sich die Menschen nicht mehr über den Weg trauen und beginnen, Gefühle und Gewissheiten zu hinterfragen. Sie durchleben alle Spielarten der Liebe und ringen dabei um ihre Sprache. Am Ende der ausschweifenden Fantasienacht erwachen die Liebespaare beschämt aus jener „Gegenwelt“ Athens. Doch nicht alle werden wieder zurückverwandelt. Der Zauber des Theaters besteht hoffnungsvoll weiter. Koproduktion mit der Ruhrtriennale Regie: Barbara Frey Bühne: Martin Zehetgruber Mitarbeit Bühne: Stephanie Wagner Kostüme: Esther Geremus Musik: Barbara Frey, Josh Sneesby Licht: Rainer Küng Dramaturgie: Andreas Karlaganis Dauer: 2 Stunden 15 Minuten - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Wir sind noch einmal davongekommen
Burgtheater
Eigentlich möchte die Familie Antrobus friedlich in New Jersey leben, aber dreimal hintereinander sieht sie sich mit Weltuntergangsszenarien wie Eiszeit, Sintflut und Krieg konfrontiert. Trotz der Katastrophen erweist sich die Familie immer wieder als erstaunlich krisenfest und findet Wege vom Chaos in ein neues Leben. In dieser Menschheitsrevue sind Raum und Zeit scheinbar aufgehoben: Im Vorgarten grasen ein Dino und ein Mammut, während Homer und Moses um Asyl ansuchen oder die großen Philosophen im nächtlichen Reigen als Planeten erscheinen … Kurz vor Hitlers Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten schrieb Wilder 1942 dieses urkomische und zutiefst abgründige Stück, das sich zu einem Welthit entwickelte. Neben der bitteren Erkenntnis, dass die Menschen das Böse wohl immer auch als einen Teil von sich akzeptieren müssen, steht der unerschütterliche Glaube an die humanistischen Werte. In der Übersetzung von Barbara Christ Regie: Stefan Bachmann Bühnenbild: Olaf Altmann Kostüme: Adriana Braga Peretzki Musik: Sven Kaiser Licht: Bernd Purkrabek Choreografie & Körperarbeit: Sabina Perry Video: Moritz Grewenig Feuereffekt: Thomas Bautenbacher Dramaturgie: Lena Wontorra 3 Stunden - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Zauberflöte
Burgtheater
1791, in seinem Todesjahr, vollendete der hochverschuldete Mozart gemeinsam mit seinem Freund Schikaneder die Geschichte um zwei Liebende, die mitten im Kampf dunkler Mächte zueinanderfinden und so die Utopie eines Reiches der Vernunft und Humanität aufscheinen lassen, in dem auch bunte Vögel ihren Platz haben. In einem Wiener Vorstadt-Theater kam Die Zauberflöte, die heute an fast allen großen Opernhäusern der Welt auf dem Spielplan steht, zur Uraufführung. 232 Jahre später bringt eine fahrende Schauspieltruppe ihre ganz eigene Version der Oper auf die Bühne. Das »Kratky-Baschik-Zaubertheater« ist pleite und braucht dringend die perfekte Unterhaltungsshow. Dazu ist der Truppe jedes Mittel recht: Die heilige Komposition wird neu arrangiert, Mozarts Motive verwandeln sich in Songs unterschiedlichster Stilrichtungen und das umgedichtete Libretto teilen sich nur 6 Spieler*innen, von denen jede*r gleich mehrere Rollen übernehmen muss. In einer versunkenen Welt des Vaudevilles, des Varietés und des düsteren Prater-Straßentheaters entsteht die vielleicht gewagteste Neuinterpretation der vielleicht berühmtesten Oper der Welt. Der Schauspieler und Musiker Nils Strunk kreiert mit Autor Lukas Schrenk, einer dreiköpfigen Band und dem Ensemble eine lustvolle, musikalische Reflexion über den Zauber der Bühne und die Kraft des Miteinanders. Mozart und Schikaneder hätten sich im Grabe mitgedreht. Regie & Musik: Nils Strunk Bühne: Anneliese Neudecker Kostüme: Anne Buffetrille Fassung: Lukas Schrenk, Nils Strunk Sounddesign: Alexander Nefzger Licht: Norbert Gottwald Ton: Moritz Schauer Dramaturgie: Anika Steinhoff Dauer: 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Das Ferienhaus
Burgtheater
eine Adaption von IBSEN HUIS von Simon Stone, Originalproduzent Internationaal Theater Amsterdam 2017 Ein erfolgreicher Architekt entwirft 1964 ein gläsernes Ferienhaus für sich und seine Familie, das über 60 Jahre später zerstört sein wird. Das Haus: Ein Ort mehrerer Generationen, an dem unterschiedliche Generationen diskutieren, streiten, feiern und sich lieben. Aber auch ein Ort, an dem gelogen, verheimlicht und ohne Rücksicht auf Verluste gekämpft wird. Im Ferienhaus wird Familie gleichermaßen als Oase wie auch als Gefängnis erlebbar. Simon Stone inszeniert ein großes Familienepos: Er verarbeitet Stoffe und Motive des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen und hat für die BURG eine neue Fassung seines Stücks IBSEN HUIS entwickelt, das er 2017 in Amsterdam uraufgeführt hat. Regie: Simon Stone Bühnenbild: Lizzie Clachan Kostüme: Mel Page Musik: Stefan Gregory Licht: Bernd Purkrabek Dramaturgie: Sarah Lorenz 3 Stunden 45 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Heldenplatz
Burgtheater
„Die leeren Versprechungen des Fortschritts waren nichts als Spucke in das Gesicht der Märtyrer aller Generationen. Wenn Zeit nur eine Form der Wahrnehmung ist, oder eine Kategorie der Vernunft, dann ist die Vergangenheit ebenso gegenwärtig wie das Heute. Kain ermordet Abel weiterhin. Immer noch schlachtet Nebukadnezar die Söhne von Zedekiah und sticht Zedekiah die Augen aus. Das Pogrom von Kesheniev hört nie auf. Immerfort werden in Auschwitz Juden verbrannt. Diejenigen, die den Mut nicht haben, ihrer Existenz ein Ende zu machen, haben nur noch einen Ausweg: ihr Bewusstsein abzutöten, ihr Gedächtnis lahmzulegen, die letzte Spur von Hoffnung auszulöschen.“ (Isaac B. Singer) Frank Castorf inszeniert Thomas Bernhards letztes Stück HELDENPLATZ über eine aus dem Exil zurückgekehrte jüdische Professorenfamilie und die Traumata der Geschichte nicht als mittlerweile gefällige Österreich-Beschimpfung, sondern als einen Text von historischer Tiefe über Themen, die von starker Virulenz geblieben sind, hierzulande und anderswo: Antisemitismus, Vertreibung, Flucht, Exil – und Geschichtsvergessenheit. Dabei wird der Horizont weit über den Heldenplatz im Herzen Wiens hinaus gespannt. Regie: Frank Castorf Bühne: Aleksandar Denić Kostüme: Adriana Braga Peretzki Musik: William Minke Videodesign: Andreas Deinert Lichtdesign: Lothar Baumgarte Dramaturgie: Sebastian Huber Dauer: 4 Stunden 30 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Zu ebener Erde und erster Stock
Burgtheater
Verkehrte Welt: Der Spekulant Herr von Goldfuchs im ersten Stock verliert sein Vermögen und muss seinen Bankrott erklären, während der mittellose Tagschreiber Adolf Schlucker zu ebener Erde nach einem unverhofften Erbe ein reicher Mann wird. Auch in Sachen Liebe geht es im Mietshaus von Herrn Zins drunter und drüber. Von geordneten Verhältnissen kann keine Rede sein. Johann Nestroys musikalische Satire über die Launen des Glücks wurde nach der Uraufführung 1835 zur szenischen Sensation: Zwei Stockwerke gleichzeitig auf einer Bühne hatte man bis dato nicht gesehen. Bis heute liefert diese Idee ein zwingendes Bild für die Dialektik zwischen Überfluss und Mangel. Regie: Bastian Kraft Bühnenbild: Peter Baur Kostüme: Inga Timm Sounddesign: Robin Gillard Video: Jasmin Kruezi Musik: Alexander Xidi Christof Choreographie & Körperarbeit: Sabina Perry Licht: Marcus Loran Dramaturgie: Jeroen Versteele 2 Stunden 30 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Ballett