zur Startseite
Aufführungen / Musiktheater sirene Operntheater Wien 21.9.-30.9. + 23.11.-31.12.
Konzerte / Konzert Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Aufführungen / Theater Gloria Theater Wien Wien, Prager Straße 9
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 30.11.2023, 09:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 30.11.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 1.12.2023, 09:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 1.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 1.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 1.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Fr, 1.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 2.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 2.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Sa, 2.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 3.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 3.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
So, 3.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
So, 3.12.2023, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Di, 5.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 6.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 7.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 7.12.2023, 19:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Fr, 8.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 8.12.2023, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Fr, 8.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 9.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 9.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Sa, 9.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Theater Nestroyhof / Hamakom
Sa, 9.12.2023, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Sa, 9.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 10.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 10.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
So, 10.12.2023, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mo, 11.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mo, 11.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Di, 12.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Di, 12.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 13.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 13.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 15.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 15.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 15.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Fr, 15.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Sa, 16.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 16.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 16.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Sa, 16.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Sa, 16.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
So, 17.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 17.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 17.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
So, 17.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 17.12.2023, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
So, 17.12.2023, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mo, 18.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mo, 18.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mo, 18.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Di, 19.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Di, 19.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Di, 19.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 20.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 20.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 20.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 20.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 21.12.2023, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 21.12.2023, 10:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 21.12.2023, 15:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Fr, 22.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Fr, 22.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Sa, 23.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 23.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
Sa, 23.12.2023, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Sa, 23.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 24.12.2023, 11:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
So, 24.12.2023, 11:00 Uhr
Aufführungen / Figurentheater Märchenbühne Der Apfelbaum
So, 24.12.2023, 14:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 24.12.2023, 14:30 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
So, 24.12.2023, 18:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 27.12.2023, 15:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Mi, 27.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 28.12.2023, 15:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Do, 28.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 29.12.2023, 15:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Fr, 29.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 30.12.2023, 15:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
Sa, 30.12.2023, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater Papierfabrik Variété
Sa, 30.12.2023, 20:00 Uhr
Aufführungen | Film

Resonanzen-Kino: Fim »Neptun Frost«

Wiener Konzerthaus

Neptun Frost (Regie: Anisia Uzeyman, Saul Williams, USA, Ruanda 2021, 105 min. OmU) Eintritt frei – Zählkarten können Sie sich auch online sichern. Nutzen Sie hierfür den Kaufvorgang. Ihre Kreditkarte oder Ihr Konto wird dabei nicht belastet.
Aufführungen | Film

Resonanzen-Kino: Kurzfilme

Wiener Konzerthaus

Erotik-Filme der Wiener »Saturn«-Film aus den Jahren 1906–1910 Eintritt frei – Zählkarten können Sie sich auch online sichern. Nutzen Sie hierfür den Kaufvorgang. Ihre Kreditkarte oder Ihr Konto wird dabei nicht belastet.
Aufführungen | Film

Resonanzen-Kino: Film »The Planets«

Wiener Konzerthaus

The Planets (Regie: Ken Russell, GB 1983, 53 min.) Eintritt frei – Zählkarten können Sie sich auch online sichern. Nutzen Sie hierfür den Kaufvorgang. Ihre Kreditkarte oder Ihr Konto wird dabei nicht belastet.
Aufführungen | Film

Resonanzen-Kino: Film »Solaris«

Wiener Konzerthaus

Solaris (Regie: Andrei Tarkowski, RU 1972, 167 min., OmU) Eintritt frei – Zählkarten können Sie sich auch online sichern. Nutzen Sie hierfür den Kaufvorgang. Ihre Kreditkarte oder Ihr Konto wird dabei nicht belastet.
Aufführungen | Schauspiel

Nosferatu

Burgtheater

Premiere: 19.1.2024 in einer Fassung von ADENA JACOBS und AARON ORZECH mit Texten von GERHILD STEINBUCH „Ein Meer gemischter Gefühle umbrandet mich. Ich zweifle, ich fürchte, ich denke an seltsame Dinge, die ich meiner eigenen Seele gar nicht einzugestehen wage.“ Ein Grauen ergreift Besitz von den Menschen. Mitten unter ihnen wandelt ein Phantom, das eine uralte Angst in ihnen weckt. Nosferatu. Schattenwesen, Seuchenbringer, Verführer, blutgierig, untot. Eine Schreckensgestalt, die für jeden und jede etwas anderes bedeutet, deren innerer Kampf jedoch im Verborgenen bleibt. Unfähig, aus einem gemeinsamen Fiebertraum zu erwachen, versucht eine Gesellschaft, das fremde Grauen, und gleichzeitig das Böse in sich selbst zu identifizieren und zu bannen. Seit Bram Stoker in seinem Roman „Dracula“ den modernen Archetypus des Vampirs schuf, lässt die Faszination für ihn nicht nach. Zahllose Neuinterpretationen der Dracula- bzw. Nosferatu-Figur sind seitdem erdacht worden. Der Gestaltenwandler Nosferatu verkörpert das Ringen um Unsterblichkeit ebenso wie den Fluch des Tötens um zu überleben. In ihrer zweiten Arbeit am Burgtheater nach DIE TROERINNEN widmet sich die australische Regisseurin Adena Jacobs der Frage nach der ungreifbaren Furcht, die sich heute in Nosferatu manifestiert und rückt dabei den weiblichen Körper ins Zentrum. Mit ihrer rätselhaften und tableau-artigen Bildsprache befragt Jacobs eine paralysierte Gesellschaft: Was ist uns zugestoßen, worin besteht unsere kollektive Angst und gegen wen wenden wir uns als Resultat unserer Ohnmacht? Regie: ADENA JACOBS Bühne & Kostüme: EUGYEENE TEH Video: TOBIAS JONAS, EUGYEENE TEH Komposition: MAX LYANDVERT Choreografie: MELANIE LANE Licht: MICHAEL HOFER Dramaturgie: CHRISTINA SCHLÖGL
Aufführungen | Schauspiel

Dantons Tod

Burgtheater

Premiere: 16.12.2023 Gewalt als Mittel der Politik hat wieder Konjunktur. „Wer mich verhindert, mich zu verteidigen, tötet mich so gut, als wenn er mich angriffe“, sagt Robespierre. „Wo die Notwehr aufhört, fängt der Mord an“, sagt darauf Danton. Wie soll es weitergehen mit der Französischen Revolution knapp vier Jahre nach dem Sturm auf die Bastille? Soll sie in eine Republik überführt werden, die den Menschen alle Freiheiten lässt, ihr Leben zu leben, glücklich zu werden oder zu verhungern? Oder muss die Revolution als Diktatur fortgeführt werden, bis soziale Gleichheit endgültig erreicht ist, auch wenn die Schreckensherrschaft bis dahin noch viele Tote fordert? In DANTONS TOD, das von der Anklage, Verhaftung und Hinrichtung des ehemaligen Revolutionsführers Danton und seiner Anhänger durch seinen ehemaligen Kampfgefährten Robespierre handelt, geht es um die Verheerungen, die Gewalt in Opfern wie Tätern, im Denken wie im Fühlen hinterlässt, wie sie Räume, Möglichkeiten und Alternativen, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit vernichtet. Und Schwesterlichkeit schon gar. Es ist ein perfides und grausames Spiel, das die beiden Kontrahenten mit sich und dem Gemeinwesen, der Zukunft, die unsere Vergangenheit und Gegenwart ist, spielen. Regie: Johan Simons Bühne: Nadja Sofie Eller Kostüme: Greta Goiris Musik: Mieko Suzuki Licht: Friedrich Rom Dramaturgie: Sebastian Huber
Aufführungen | Schauspiel

Der Menschenfeind

Burgtheater

Alceste verachtet die ihn umgebende Gesellschaft für ihre Heuchelei und Oberflächlichkeit. Sein Ideal ist die unbedingte Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Fanatisch versucht er, sein Umfeld zu bekehren. Alcestes Weigerung, sich den gesellschaftlichen Spielregeln anzupassen und sich diplomatisch zu verhalten, führt zu bitteren Erfahrungen. Da er den Dichter Oronte nicht lobt, sondern radikal kritisiert, macht er sich diesen zum Feind. Den von Oronte angestrengten Prozess verliert Alceste, da er sich weigert, die Richter zu bestechen. Die gut gemeinten Ratschläge seines treuen Freundes Philinte schlägt er in den Wind. Die schwerste Niederlage erfährt Alceste aber in der Liebe: Die von ihm umworbene, lebenslustige Witwe Célimène lehnt es trotz ihrer Zuneigung zu Alceste ab, zusammen mit ihm die Einsamkeit auf dem Land zu suchen und das Alleinsein mit einem mürrischen Menschenverächter gegen das reizvolle Spiel wechselnder Flirts einzutauschen. Ob Alceste die von ihm ständig angekündigte Weltflucht am Ende allein antreten wird, bleibt offen. In DER MENSCHENFEIND kratzt der Dramatiker und Regisseur Jean-Baptiste Poquelin, genannt Molière (1622–1673), genussvoll am Lack der Oberfläche, schaut hinter die glanzvolle Party-Fassade einer Gesellschaft, die so tut, als ob es Kategorien wie Moral oder Wahrheit als Konsens des Zusammenlebens gäbe, während diese sich bereits aufgelöst haben. Eingeschrieben ist allen Figuren ein Gefühl der Verlorenheit und Einsamkeit, ein Gefühl, das geradezu existenzbestimmend ist und sie unfrei erscheinen lässt, bei aller Raffinesse ihrer Sprache und ihrer Selbstinszenierung. Regie: Martin Kušej Bühnenbild: Martin Zehetgruber Bühnenbild-Mitarbeit: Stephanie Wagner Kostüme: Heide Kastler Musik: Bert Wrede Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Anika Steinhoff Dauer: 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen | Musical

West Side Story

Volksoper Wien

Premiere: 27.1.2024 Es ist eines der berühmtesten Musiktheaterwerke aller Zeiten, erzählt es doch eine Geschichte, die seit Shakespeares Romeo und Julia berührt: Zwei Menschen lieben sich, dürfen jedoch nicht miteinander glücklich werden. Tony ist ein Jet, Mitglied einer Bande weißer amerikanischer Jugendlicher, die von seinem besten Freund Riff angeführt wird. Marias Bruder Bernardo ist Anführer der Sharks, einer Bande puerto-ricanischer Einwander:innen. Die Jets fordern die Sharks zu einem „Rumble“ – einem Kampf – heraus, um einen Gebietsstreit ein für alle Mal beizulegen. Maria und Tony lernen einander kennen und verlieben sich auf Anhieb. Tony versucht, den Kampf zu beenden, aber Bernardo sticht auf Riff ein. Tony rächt den Tod seines besten Freundes, indem er Bernardo, den Bruder seiner Geliebten, tötet. Maria, die Tony trotzdem noch liebt, willigt ein, mit ihm durchzubrennen. Doch Tony erhält eine gefälschte Nachricht, die besagt, dass Maria tot sei … Regie: Lotte de Beer Bühnenbild: Christof Hetzer Kostüme: Jorine van Beek Licht: Alex Brok Choreographie: Bryan Arias Sounddesign: Martin Lukesch In deutscher und englischer Sprache mit Übertiteln
Aufführungen | Aufführung

Salon Zuckerkandl

Volksoper Wien

Die Verwandtschaft zwischen Shakespeares Romeo und Julia und Bernsteins West Side Story ist nicht zu leugnen. Doch steht meist die romantische Ebene des Paares, das nicht zueinanderfinden kann, im Vordergrund. Beide Stücke verbindet aber noch ein weiterer essentieller Aspekt: Zwei verfeindete Gruppen als Motor der Handlung. Zusammen mit Regisseurin Lotte de Beer, Dirigent Ben Glassberg u. a. wollen wir einen genaueren Blick auf die dunkle Seite dieses Klassikers werfen. Natürlich wird es auch erste musikalische Eindrücke der anstehenden Premiere zu hören geben.
Aufführungen | Ballett

The moon wears a white shirt

Volksoper Wien

Geschichten en miniature erzählen vom Miteinander und Gegeneinander, von Freiheit und Abhängigkeit, Bindung und Trennung, Hingebung und Entzweiung – mal voller existenzieller Wucht, mal voller zart versponnener Poesie, mal voller Lebensfreude. „Als Ballett über die Schwierigkeit zu lieben und über unser Bedürfnis, oftmals mehr oder anderes zu begehren und zu erträumen, als wir zu erreichen vermögen“, beschreibt Martin Schläpfer sein Drittes Klavierkonzert: ein berührendes Tanzen, das voller Zwischentöne die Seele des Menschen in all ihren Schattierungen enthüllt, choreographiert zu Alfred Schnittkes grandiosem Konzert für Klavier und Streichorchester, Musik wie ein „Nadelöhr für die gesamte, so vielfältige Welt“. Zu den schillerndsten Figuren des amerikanischen Tanzes zählt Karole Armitage. Sie hat mit George Balanchine, Merce Cunningham und am Broadway gearbeitet, begann auf Einladung Mikhail Baryshnikovs und Rudolf Nurejews zu choreographieren und schuf – zunächst mit „Punk“ assoziiert – vielseitige Verbindungen zwischen Tanz, Bildender Kunst, Poesie und Musik. In den letzten Jahren dringt sie vermehrt auch in philosophische Fragen des Menschseins vor. So auch in den Ligeti Essays, die in intensiver Auseinandersetzung mit drei Liederzyklen György Ligetis entstanden sind: poetisch-nächtliche Metaphern über Begegnungen von Menschen. Eine Huldigung an den Frühling schuf Paul Taylor mit Dandelion Wine. Zu einem Violin-Concerto des barocken Virtuosen Pietro Locatelli entfaltet der bedeutende Modern Dance Künstler voller atemberaubender Sprünge und in raffinierter Unbekümmertheit einen fröhlichen Reigen aus immer neuen Verbindungen der Tänzer:innen. „Ein Volltreffer, eine fröhliche Ode an das Leben (...), eines der funkelndsten Werke“ Taylors, schrieb Anna Kisselgoff in The New York Times. Drittes Klavierkonzert Komponist: Alfred Schnittke Choreographie: Martin Schläpfer Bühne und Kostüme: Thomas Ziegler Licht: Alex Brok Einstudierung: Yuko Kato Musikalische Leitung: Christoph Altstaedt Klavier: Alina Bercu Ligeti Essays Komponist: György Ligeti Choreographie: Karole Armitage Bühne: David Salle Kostüme: Peter Speliopoulos Licht: Clifton Taylor Einstudierung: Karole Armitage, Izabela Szylinska Musikalische Leitung: Christoph Altstaedt Sopran: Birgid Steinberger Mezzosopran: Annelie Sophie Müller Alt: Stephanie Maitland Dandelion Wine Komponist: Pietro Locatelli Choreographie: Paul Taylor Kostüme: Santo Loquasto Licht: Jennifer Tipton Einstudierung: Richard Chen See Musikalische Leitung: Christoph Altstaedt 2 Pausen
Aufführungen | Oper

Carmen

Wiener Staatsoper

Text Henri Meilhac & Ludovic Halévy nach Prosper Mérimée Opéra comique in vier Akten Es ist eine Geschichte voller Missverständnisse: Liebe wird verwechselt mit Begehren, eine Affäre mit einer exklusiven Beziehung, Zuneigung mit Besitzanspruch und Gewalt mit Leidenschaft. Doch den höchsten Preis in diesem Geflecht zahlt Carmen – eine Frau, die ihre Unabhängigkeit mehr liebt als alles andere. Musikalische Leitung: Alexander Soddy Inszenierung: Calixto Bieito Szenische Einstudierung: Joan Anton Rechi Bühne: Alfons Flores Kostüme: Mercè Paloma Licht: Alberto Rodriguez Vega
Aufführungen | Oper

Dialogues des Carmélites

Wiener Staatsoper

Oper in drei Akten und 12 Bildern Text nach dem Drama von Georges Bernanos Bearbeitet mit der Genehmigung von Emmet Lavery Nach einer Erzählung von Gertrud von Le Fort und einem Drehbuch von Pfarrer Bruckberger und Philippe Agostini »Blanche, c’est moi«, schrieb Francis Poulenc über die Hauptfigur seiner einzigen abendfüllenden Oper. »Blanche, das bin ich«. Der Komponist entlehnt hier das Bonmot eines anderen großen französischen Künstlers – »Madame Bovary, c’est moi« soll Gustave Flaubert über seine Romanfigur gesagt haben. Und wie das Zitat macht Poulenc sich die Geschichte von Blanche de La Force zu eigen, die am Beginn der Französischen Revolution 1789 in das Karmelitinnenkloster von Compiègne bei Paris eintritt. Die Geschichte der 16 Nonnen von Compiègne, die 1794 in Paris hingerichtet wurden, bildet dabei den historisch verbürgten Rahmen für eine fiktive Handlung, in der der Komponist und Librettist Poulenc sich des endgültigen menschlichen Themas annimmt: Der Angst vor dem Tod. Francis Poulenc spürt seinen Figuren in einer bestechend klaren Partitur nach, die sich wie fast all seine Kompositionen im tonalen Rahmen, genauer in dem eines diatonischen Neoklassizismus bewegt. Poulenc, dessen große Leidenschaft die Liedkomposition war, ist auch hier ein Komponist der Stimmen und der Sprache: Die Musik dient dem Gesang, der Gesang formt die Charaktere, die Poulenc mit je individueller rhythmischer Diktion und Melodik gestaltet und miteinander in die titelgebenden Dialogues treten lässt. Die Lebendigkeit des Werks verdankt sich auch der ausgeprägten Arbeit mit wiederkehrenden Motiven, die die handelnden Personen charakterisieren, vor allem aber atmosphärische Akzente von unheimlichem Facettenreichtum setzen. Diese Vielfalt nimmt die Inszenierung Magdalena Fuchsbergers auf, die die Karmelitinnen in eindringlichen Bildern durch die »Wohnungen der Inneren Burg« bis auf das Schafott führt. Musikalische Leitung: Bertrand de Billy Inszenierung: Magdalena Fuchsberger Bühne: Monika Biegler Kostüme: Valentin Köhler Video: Aron Kitzig Licht: Rudolf Fischer
Aufführungen | Oper

Medea

Wiener Staatsoper

Text Textfassung nach Grillparzer vom Komponisten Wie schwer muss eine Frau seelisch verletzt worden sein, wenn sie sich vom ehemals heiß geliebten Mann für immer lossagt und die gemeinsamen Kinder tötet? Von ihrem Gatten Jason verraten und zutiefst gekränkt, rächt sich die verstoßene, von allen angefeindete sowie verzweifelte Medea auf eben diese Weise. Aribert Reimann, einer der bedeutendsten und gefragtesten Komponisten der Gegenwart, Schöpfer zahlreicher erfolgreicher Musiktheaterwerke, nahm sich des Medea-Stoffes an und schrieb nun für die Wiener Staatsoper, der Grillparzerschen Version folgend, seine eigene Interpretation dieses Mythos. Dirigent: Michael Boder Regie und Licht: Marco Arturo Marelli Bühne: Marco Arturo Marelli Kostüme: Dagmar Niefind
Aufführungen | Oper

Medea

Wiener Staatsoper

Text Textfassung nach Grillparzer vom Komponisten Wie schwer muss eine Frau seelisch verletzt worden sein, wenn sie sich vom ehemals heiß geliebten Mann für immer lossagt und die gemeinsamen Kinder tötet? Von ihrem Gatten Jason verraten und zutiefst gekränkt, rächt sich die verstoßene, von allen angefeindete sowie verzweifelte Medea auf eben diese Weise. Aribert Reimann, einer der bedeutendsten und gefragtesten Komponisten der Gegenwart, Schöpfer zahlreicher erfolgreicher Musiktheaterwerke, nahm sich des Medea-Stoffes an und schrieb nun für die Wiener Staatsoper, der Grillparzerschen Version folgend, seine eigene Interpretation dieses Mythos. Dirigent: Michael Boder Regie und Licht: Marco Arturo Marelli Bühne: Marco Arturo Marelli Kostüme: Dagmar Niefind
Aufführungen | Oper

Don Giovanni

Wiener Staatsoper

Text: Lorenzo da Ponte Heiteres Drama in zwei Akten Die Gleichzeitigkeit von Elementen der Farce, der komischen und der tragischen Oper, von niederem und hohem Stil, Sinfonik und Sakralmusik führt in grenzüberschreitendes Neuland. Zwischen all diesen Sprachen ist Giovanni unterwegs. Er selbst hat keine eigene Musik, da er sich zur Projektionsfläche der Frauen macht, die er begehrt: der in strenger väterlicher Obhut erzogenen Donna Anna, die in ihm das Abenteuer sucht; der allen Bindungen entflohenen Donna Elvira, die sich emotionale Stabilität erhofft; des Unterschichtenmädchens Zerlina, das in seinen Armen vom sozialen Aufstieg träumt. Die Szenenfolge der Oper wird verklammert durch den Mord Giovannis an dem Vater der Donna Anna und seiner Wiederkehr als Toter. In der Oper will er Don Giovanni vor ewiger Verdammnis bewahren, indem er ihn dazu bringt, seine Taten zu bereuen – was dieser verweigert. So bleibt fraglich, wer in diesem Duell der Unterlegene ist, denn Giovannis intellektueller Trotz ist ungebrochen. Musikalische Leitung: Philippe Jordan Inszenierung: Barrie Kosky Bühne & Kostüme: Katrin Lea Tag Licht: Franck Evin
Aufführungen | Oper

I vespri siciliani

Wiener Staatsoper

Text Eugène Scribe Im 19. Jahrhundert galt ein Opernauftrag für Paris als besonders prestigeträchtig. Wichtiger als der Erfolg, den er mit seiner an der Seine-Metropole uraufgeführten Grand opéra Les vêpres siciliennes errang, war für Giuseppe Verdi jedoch die Auseinandersetzung mit den in Paris vorgefundenen stilistischen Erfordernissen, die seine eigene Musiksprache dauerhaft bereicherten. An der Staatsoper wird die von Verdi präferierte italienische Fassung gezeigt – in der Inszenierung Herbert Wernickes, der den mittelalterlichen Aufstand der Sizilianer gegen die französische Besatzungsmacht als unheilvolles Volksdrama schildert, in dem es keine Gewinner gibt. Dirigent: Carlo Rizzi Inszenierung: Herbert Wernicke Bühnenbild, Kostüme und Licht: Herbert Wernicke
Aufführungen | Oper

La fanciulla del West

Wiener Staatsoper

Text Carlo Zangarini & Guelfo Civinini Feierabend in einem amerikanischen Camp von Minenarbeitern. Nick, der Barkeeper öffnet den Ausschank, die Arbeiter kehren von ihrem Tagewerk zurück und warten auf Minnie, die Chefin der Kneipe und auch die einzige Frau im Camp. Dabei vertreiben sie sich die Zeit mit Whisky, Kartenspiel und Raufereien. Um sie abzulenken, lässt Nick ein Lied aus der fernen Heimat spielen, Larkens hält es vor Heimweh nicht mehr aus und die Kumpels sammeln Geld, um ihm die Heimreise zu ermöglichen. Der selbsternannte Sheriff Jack Rance, der hinter Minnie her ist, brüstet sich vor allen, dass Minnie bald seine Frau werden wird; darüber gerät er in Streit mit Sonora, der ebenfalls heftig in Minnie verliebt ist. Mitten in diesen Kampf trifft Minnie ein und weist alle in ihre Schranken. Sie betreibt nicht nur die Wirtschaft, sondern versucht den rauen Kerlen im Winter Schulunterricht zu geben und sorgt mit einer Bibelstunde für etwas Einkehr und Besinnung. Ashby, der Chef einer Transportfirma besucht das Camp. Er ist auf der Suche nach einem Banditen namens Ramerrez, der seit einiger Zeit die Gegend unsicher macht. Die Post trifft ein und durch eine Depesche wird Ashby von einer dubiosen Frau über den angeblichen Aufenthaltsort von Ramerrez aufgeklärt. Als Jack mit Minnie allein ist, versucht er ihre Liebe zu erringen, indem er ihr viel Geld anbietet. Brüsk weist sie ihn ab, indem sie ihm vom armen, doch glücklichen Leben und der Liebe ihrer Eltern erzählt. Da betritt ein Fremder das streng bewachte Camp, Jack schöpft Verdacht, ruft die Arbeiter zusammen und stachelt sie gegen den Unbekannten auf. Doch Minnie bürgt für den Fremden, der sich als Mister Johnson aus Sacramento ausgibt. Minnie und er erinnern sich an eine frühere Begegnung. Mit einem kleinen Walzer wird der Unbekannte in die Gemeinschaft aufgenommen. Alarm ertönt, die Arbeiter schleppen Castro, ein Mitglied aus der Bande von Ramerrez, herbei. Er ist gekommen, um alle Arbeiter mit falschen Angaben über Ramerrez' Aufenthalt aus dem Camp zu locken, um so seinem Anführer (denn der unerkannte Dick Johnson ist in Wahrheit Ramerrez) die Möglichkeit zu geben, das Camp auszurauben. Alle machen sich auf die Jagd nach Ramerrez, Minnie bleibt allein mit Dick zurück. Die aufkeimenden Gefühle für Minnie machen es Dick unmöglich, diese Frau, die zurückgeblieben ist, um die versteckten Goldvorräte mit ihrem Leben zu verteidigen, zu überwältigen und auszurauben. Bevor er sie verlässt, verabreden sie sich für den späten Abend in ihrer Behausung oben am Berg. In ihrer Behausung bereitet sich Minnie auf Dicks Besuch vor. Als dieser eintrifft, berichtet sie ihm zutraulich von ihrem Leben, doch er verschweigt ihr seine wahre Identität. Beide gestehen sich ihre Gefühle, doch die Idylle wird abrupt durch den Besuch von Jack und einigen Arbeitern unterbrochen. Diese klären Minnie über die wahre Identität Johnsons auf und warnen sie vor ihm, dem Kriminellen. Enttäuscht stellt Minnie Dick zur Rede, er versucht sich zu verteidigen: Nicht freiwillig sei er Bandit geworden, vielmehr hat er nach dem Tod sein Vaters dessen Räuberbande übernehmen müssen. Doch das Zusammentreffen mit Minnie habe ihm den Weg für ein neues Leben gezeigt. Als er merkt, wie tief Minnie von seinem Vertrauensbruch getroffen ist, versucht er zu gehen, doch kaum ist der draußen, trifft ihn die Kugel Jacks, der ihm aufgelauert hat. Minnies Liebe erwacht erneut, sie öffnet ihm die Tür und verbirgt den Verwundeten. Doch einige Tropfen Blut verraten dem zurückkehrenden Sheriff, der sich ungestüm an Minnie vergreifen will, sein Versteck. Da beginnt Minnie für das Leben von Dick zu kämpfen. Eine Partie Poker soll über ihr und Johnsons Schicksal entscheiden. Sollte er gewinnen, will sie sich ihm hingeben und ihm Johnson ausliefern, sollte sie gewinnen, gehöre der Geliebte ihr alleine. Nachdem sie Jack sein Ehrenwort abgenommen hat, gewinnt sie die Partie mit falschen Karten. Jack hat sein Ehrenwort gegenüber Minnie gebrochen und setzt alles daran, um Dick zu fangen. Bei anbrechendem Tag beginnt die Verfolgung, doch Dick scheint zunächst zu entkommen. Doch schließlich gelingt es Ashby, ihn zu fassen. Jack will mit seinem Rivalen schnell kurzen Prozess machen, er hetzt die Meute auf, und schon wird Dick die Schlinge um den Hals gelegt. Doch die Hinrichtung stoppt, als Minnies Rufen zu hören ist. Sie nutzt die allgemeine Überraschung und stellt sich schützend vor ihren Geliebten. Nach und nach gelingt es ihr, den Hass und die Mordlust der Männer zum Versiegen zu bringen und sie zu überzeugen, ihren Geliebten zu begnadigen. Minnie und Dick machen sich auf, um anderswo ein neues Leben anzufangen. Dirigentin: Simone Young Regie und Licht: Marco Arturo Marelli Bühnenbild: Marco Arturo Marelli Kostüme: Dagmar Niefind
Aufführungen | Oper

Die Fledermaus

Wiener Staatsoper

Text Richard Genée & Karl Haffner Selten hat ein Werk mit solcher Unmittelbarkeit in Wien eingeschlagen wie Johann Strauß’ »Die Fledermaus«. Von der Uraufführung 1874 an brachte man das Stück in höchster Spieldichte, 1894 kam es zu Hofopern-Ehren, um seither nahezu durchgehend, und seit 1900 fast immer zu Silvester, im Repertoire zu bleiben. Die berühmteste aller Operetten nähert sich mit glücklicher und leichter Hand Spielarten der erotischen und sozialen Verstellung und bringt die bürgerlichen Fassaden zum Tanzen, politische und gesellschaftliche Kommentare inklusive. Regisseur Otto Schenk, der am 31. Dezember 2011 die Produktion neu einstudierte, sieht in der Fledermaus zwei Motoren: die Sentimentalität, das Sich-Hingeben einer fast hypochondrisch übertriebenen Stimmung und die Blamage, die durch eine geradezu satanische Unterhaltungssucht aller Beteiligten hervorgerufen wird. Musikalische Leitung: Simone Young Inszenierung: Otto Schenk Bühne: Günther Schneider-Siemssen Kostüme: Milena Canonero Choreographie im 2. Akt "Unter Donner und Blitz": Gerlinde Dill
Aufführungen | Ballett

Shifting Symmetries

Wiener Staatsoper

Premiere: 23.12.2023 »Choreographie ist eine Sprache. Sie ist wie ein Alphabet, und man braucht keine Wörter zu buchstabieren, die man bereits kennt. Die Bedeutung einer Sprache wird durch den Kontext bestimmt, in dem sie erscheint. Das Wichtigste ist, wie man diese Sprache spricht, und nicht, was man sagt«, äußerte sich William Forsythe einmal über das Choreographieren und formulierte damit eine Perspektive auf den Tanz, die nicht nur für seine eigenen Arbeiten gilt, sondern ebenso für Künstler wie Hans van Manen und George Balanchine. In deren Gesellschaft zeigt sich der Amerikaner in der Premiere Shifting Symmetries des Wiener Staatsballetts – ein Triple Bill aus drei Meisterwerken, deren verbindendes Element die ebenso konsequente wie zupackende Auseinandersetzung ihrer Schöpfer mit der Kunstform Ballett ist. Für das Nederlands Dans Theater II schuf Hans van Manen 1994 Concertante zu Frank Martins Petite Symphonie Concertante – eine Komposition, von deren Ausdrucksvielfalt, dynamischen Rhythmen und zwingendem Charakter er sich zu einer Choreographie inspirieren ließ, in der sich acht Tänzerinnen und Tänzer mal fröhlich, mal voller knisternder Erotik, mal voller Aggression, immer voller Überraschungen und doch einer inneren Logik folgend, wie Teile eines Puzzles zu tänzerischen Momentaufnahmen fügen und wieder lösen. Komplexe Strukturen im Raum und streng definierte Blickrichtungen bauen wie in einem Krimi eine unauflösbare Spannung auf, durch die sich der Tanz zu einer Begegnung zwischen Menschen weitet, über die Hans van Manen sagte: »Man kann sich noch so sehr nahe stehen, letztlich weiß man nie genau, was der andere denkt.« Mit In the Middle, Somewhat Elevated, 1987 von William Forsythe im Auftrag Rudolf Nurejews für das Ballet de l’Opéra de Paris kreiert, kommt eines jener Werke erstmals ins Wiener Repertoire, die das Ballett grundlegend revolutioniert haben. Zu den kraftvoll stampfenden elektronischen Klängen seines langjährigen künstlerischen Partners Thom Willems führt Forsythe nach dem Muster von Thema und Variation und mit dem Mittel der Dekonstruktion und Manipulation in einer von exzentrischer Coolness geprägten Atmosphäre auf atemberaubend virtuose Weise das klassische Ballett ad absurdum: Auf Harmonie ausgerichtete Körperarchitekturen geraten ins Wanken, Symmetrien werden verschoben, klassische Bewegungsfolgen auseinandergenommen und neu zusammengesetzt, aus dem Kampf gegen die Schwerkraft wird neue Stabilität gewonnen. In einer Spannungskurve steigert sich der Schwierigkeitsgrad immer weiter hinein in Anforderungen, die alles bis dahin im Ballett Gekannte übersteigen – während die Tänzerinnen und Tänzer mit geradezu respektloser Kaltblütigkeit, aber auch einer entfesselten Theatralik gegeneinander wie in einem Wettkampf antreten, in der Hoffnung, die dem Stück seinen Namen gebenden in der Mitte des Bühnenhimmels »etwas erhobenen« goldenen Kirschen ernten zu dürfen. Den Vorschlag, sich mit dem Klavierquartett g-Moll op. 25 in der prächtigen Orchesterfassung, die Arnold Schönberg 1937 von Johannes Brahms’ Komposition angefertigt und stolz als dessen »Fünfte Symphonie« bezeichnet hatte, auseinanderzusetzen, nahm George Balanchine von Igor Strawinskis Assistenten Robert Craft an, als er 1964 nach einem großen Werk für seine neue Spielstätte – das New York State Theater – suchte. 1966 kam das Brahms-Schoenberg Quartet schließlich zur Uraufführung – nicht nur als Feier der großdimensionierten Bühne im Lincoln Center, sondern auch als Hommage an eine unvergleichliche Compagnie, die sich als 55-köpfiges Ensemble in vier, den Sätzen der Komposition folgenden Miniaturballetten von unterschiedlichsten Seiten zeigt: voller Eleganz im Allegro, voller Romantik und Lyrik in den beiden Mittelsätzen, mit berauschender Virtuosität in dem von Volkstanzelementen gefärbten »alla zingarese«-Finale. Brahms-Schoenberg Quartet zählt nicht zu den experimentellen Werken Balanchines, sondern ist ein hinreißendes Tanz- und Orchesterfest, durchweht von den Echos einer großen österreichisch-ungarischen Musiktradition in den Ohren von Brahms und Schönberg sowie Anklängen an die prächtigen Divertissements Marius Petipas, in denen Balanchines Neoklassik ihre Wurzeln hat. Concertante Musikalische Leitung: Matthew Rowe Musik: Frank Martin Choreographie: Hans van Manen Bühne & Kostüme: Keso Dekker Licht: Joop Caboort Einstudierung: Nancy Euverink In the Middle, Somewhat Elevated Musik: Thom Willems Choreographie, Bühne & Kostüme: William Forsythe Licht & Supervision Licht: Tanja Rühl Sound Supervision: Thom Willems Einstudierung: Kathryn Bennetts Brahms-Schoenberg Quartet Musikalische Leitung: Matthew Rowe Musik: Johannes Brahms in der Bearbeitung für Orchester von Arnold Schönberg Choreographie: George Balanchine Bühne: Thomas Ziegler Kostüme: Vera Richter Licht: Robert Eisenstein Einstudierung: Nilas Martins, Christian Tworzyanski
Aufführungen | Oper

Die Entführung aus dem Serail

Wiener Staatsoper

Text Johann Gottlieb Stephanie nach Christoph Friedrich Bretzner in der Dialogfassung von Hans Neuenfels Ein deutsches Singspiel in drei Aufzügen Der spanische Edelmann Belmonte erscheint vor dem Landgut des Bassa Selim, auf der Suche nach seiner Verlobten Konstanze. Diese wurde zusam- men mit ihrer Dienerin, der englischen Zofe Blonde, und Belmontes Diener Pedrillo von Seeräubern entführt. Er trifft auf Osmin, den Aufseher über das Landgut, der ihm aber die gewünschte Auskunft feindselig verweigert. Erst nach seiner Wiederbegegnung mit Pedrillo erfährt Belmonte, dass Konstanze sowie das Paar Blonde und Pedrillo vom Bassa Selim als Sklaven gekauft wurden. Dieser liebt Konstanze, wurde aber bisher nicht erhört. Als zum Islam konvertierter Europäer habe er »noch soviel Delikatesse, keins seiner Weiber zur Liebe zu zwingen«. Davon kann sich Belmonte heimlich über- zeugen, als der Bassa mit seinem Gefolge und Konstanze erscheint und Kons- tanzes erneuten Bitten um Aufschub ihrer Entscheidung nachgibt. Pedrillo gelingt es, Belmonte dem Bassa als Baumeister vorzustellen und verschafft ihm so, gegen den Widerstand Osmins, Zutritt zum Palast. Selbstbewusst weiß sich Blonde, die Osmin als Sklavin geschenkt wurde, gegen die Annäherungsversuche des verliebten Türken zu wehren. Wieder wirbt der Bassa um Konstanzes Gunst, die sich jedoch Belmonte verpflichtet fühlt. Lieber will sie die von dem gekränkten Bassa angedrohten Martern ertragen, als Belmonte untreu zu werden. Der spanische Edelmann Belmonte erscheint vor dem Landgut des Bassa Selim, auf der Suche nach seiner Verlobten Konstanze. Diese wurde zusam- men mit ihrer Dienerin, der englischen Zofe Blonde, und Belmontes Diener Pedrillo von Seeräubern entführt. Er trifft auf Osmin, den Aufseher über das Landgut, der ihm aber die gewünschte Auskunft feindselig verweigert. Erst nach seiner Wiederbegegnung mit Pedrillo erfährt Belmonte, dass Konstanze sowie das Paar Blonde und Pedrillo vom Bassa Selim als Sklaven gekauft wurden. Dieser liebt Konstanze, wurde aber bisher nicht erhört. Als zum Islam konvertierter Europäer habe er »noch soviel Delikatesse, keins seiner Weiber zur Liebe zu zwingen«. Davon kann sich Belmonte heimlich über- zeugen, als der Bassa mit seinem Gefolge und Konstanze erscheint und Kons- tanzes erneuten Bitten um Aufschub ihrer Entscheidung nachgibt. Pedrillo gelingt es, Belmonte dem Bassa als Baumeister vorzustellen und verschafft ihm so, gegen den Widerstand Osmins, Zutritt zum Palast. Selbstbewusst weiß sich Blonde, die Osmin als Sklavin geschenkt wurde, gegen die Annäherungsversuche des verliebten Türken zu wehren. Wieder wirbt der Bassa um Konstanzes Gunst, die sich jedoch Belmonte verpflichtet fühlt. Lieber will sie die von dem gekränkten Bassa angedrohten Martern ertragen, als Belmonte untreu zu werden. Das Wiedersehen steht bevor, Belmonte erwartet seine Geliebte. Als sich die beiden europäischen Paare gegenüberstehen, wird die Freude empfindlich getrübt: Belmonte und Pedrillo bezweifeln die Treue der Frauen. Konstanze und Blonde sind tief verletzt. Die für Mitternacht geplante Entführung der Frauen misslingt, weil der von Pedrillo betrunken gemachte Osmin aus seinem Rausch zu früh erwacht. Osmin sieht die Stunde seiner Rache gekommen. Der Bassa erkennt in dem um Gnade bittenden Belmonte den Sohn seines Todfeindes, der ihm einst die Geliebte raubte und ihn zwang, sein Vaterland zu verlassen. Die beiden Paare erwarten den Tod. Der Bassa aber schenkt allen die Freiheit: »Wen man durch Wohltun nicht für sich gewinnen kann, den muss man sich vom Halse schaffen.« Alle stimmen ein Loblied auf die Großzügigkeit des Bassa an, nur Osmin, der vor ohnmächtiger Wut kocht, fällt aus der Rolle. Der Bassa bleibt allein. Musikalische Leitung: Cornelius Meister Inszenierung: Hans Neuenfels Bühne: Christian Schmidt Kostüme: Bettina Merz Licht: Stefan Bolliger Dramaturgie und Regiemitarbeit: Henry Arnold

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.