Aufführungen / Theater
Burgtheater Wien
Wien, Universitätsring 2
- Heute: Schachnovelle

- Morgen: Die letzten Tage der Menschheit

- Premiere: König Ubu
- Premiere: Hotel Savoy
- Premiere: Kill Baby
- Holzfällen

- Unter Tieren

- Lesen & Lauschen: Geschichten vom Franz
- Sankt Falstaff

- Dear Papi - My beloved Sargnagel
- Klassenputtel

- Das Ferienhaus

- Zwischenton

- Zu ebener Erde und erster Stock

- Elisabeth!

- Karussell der Gefühle
- Wir sind noch einmal davongekommen

- Die Zauberflöte

- Liliom

- Auslöschung. Ein Zerfall

- Gullivers Reisen

- Entfalten

- Die verlorene Ehre der Katharina Blum

- Führung im Burgtheater / BURG Digital
- BURGTHEATER WIEN - Vestibül
- BURGTHEATER WIEN - Akademietheater
- Das Burgtheater ist als österreichisches Nationaltheater die wichtigste Schauspielbühne des Landes und das größte Sprechtheater Europas.
Aufführungen
| Comedy
Aufführungen
| Film
Filme von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek
Musikverein Wien
Olga Neuwirth / Elfriede Jelinek: Das Fallen / Die Falle. Kurzfilm (2012) Durch Luft und Meer. Kurzfilm (2006) Die Schöpfung. Kurzfilm (2010) Ende ca. 20:00 Uhr Karten sind ab Mitte Oktober direkt im Filmmuseum erhältlich.
Aufführungen
| Film
schatten + flügel
Musikverein Wien
Constantin Wulff: Film „schatten + flügel“ (Uraufführung) Constantin Wulff im Gespräch mit Claus Philipp Elfriede Jelinek: Text, Marianne Schroeder: Flügel, Constantin Wulff: Realisation Ende ca. 19:15 Uhr Zählkarten an der Konzertkassa
Aufführungen
| Schauspiel
Kill Baby
Burgtheater
Premiere: 7.11.2026 Drei Frauen aus drei Generationen leben in einem Hochhaus: Kitti, Viki und Sugar. Die jüngste, Kitti, ist schwanger vom Nachbarsjungen Maik. Soll sie das Kind bekommen oder nicht? In Anbetracht dieser Entscheidung droht der Haussegen in Schieflage zu geraten: Unterschiedliche Erfahrungen treffen aufeinander. Zwischen den drei Frauen zirkulieren Schuldgefühle und Vorwürfe. Kitti versucht, sich aus diesem Kreislauf zu lösen und im Dickicht der familiären Verstrickungen vor allem eines zu finden: sich selbst und ihre Wünsche für die Zukunft. Mit KILL BABY gewann Ivana Sokola 2021 den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik. Mit prägnanter, direkter, humorvoller Sprache zeichnet sie drei Figuren, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit immer zusammenhalten. Regie: Theresa Jarczyk Bühne & Musik: Lüder Apel Kostüme: Lino Pflug Licht: Enrico Zych Dramaturgie: Lea Göbel
Aufführungen
| Schauspiel
Hotel Savoy
Hotel Savoy
Burgtheater
Premiere: 7.11.2026 von Joseph Roth In Joseph Roths Roman HOTEL SAVOY von 1924 wird das gleichnamige Hotel zum Mikrokosmos des zerfallenen Europas nach dem Ersten Weltkrieg. Es ist ein Ort extremer sozialer Gegensätze: Luxus in den unteren Etagen, Elend im Dachgeschoss. Joseph Roth zeichnet ein faszinierendes, kompromissloses Bild von Heimatlosigkeit, Nachkriegschaos und sozialem Wandel, das in einem symbolischen Feuer endet. Nach der Erfolgsproduktion HOLZFÄLLEN bringen Nicholas Ofczarek und die Musicbanda Franui eine Bearbeitung von Roths Text, verknüpft mit den Hits der Operettenmusik aus der Zeit zwischen 1900 und 1935, auf die Bühne. In dieser neuen Lesart lauern hinter jeder fröhlichen Melodie die Abgründe, die Katastrophen, die Tragödien. Komposition & Musikalische Bearbeitung: Andreas Schett, Markus Kraler Bühnenfassung: Rita Czapka, Andreas Schett Textgestaltung: Tamara Metelka Licht: Paul Grilj
Aufführungen
| Schauspiel
Liliom
Burgtheater
In einer Neuübersetzung von Terézia Mora In einer Bearbeitung von Thomas Jonigk und Philipp Stölzl Liliom ist Ausrufer beim Karussell im Vergnügungspark – ein lauter, grober und doch unwiderstehlicher Vorstadt-Casanova. Das Stück, mit dem sich der bildgewaltige Film- und Theaterregisseur Philipp Stölzl zum ersten Mal an der BURG präsentiert, ist 1909 in der Endphase der Österreichisch-Ungarischen Monarchie entstanden. Es erzählt von einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs, in der sich arme und ausgebeutete Menschen zu emanzipieren beginnen. Nur führen Lilioms Befreiungsschläge leider in die Halbwelt der Spieler und Kleinkriminellen: Ein Freund überredet ihn zu einem Raubüberfall. Doch der geht schief ... und am Ende kommt ihm nichts und niemand zu Hilfe. Nicht einmal der Himmel. Regie und Bühne: Philipp Stölzl Bühnenbild-Mitarbeit: Franziska Harm Kostüme: Kathi Maurer Licht: Michael Hofer Musik: Ingo Ludwig Frenzel Dramaturgie: Thomas Jonigk Dauer: 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Zauberflöte
Burgtheater
1791, in seinem Todesjahr, vollendete der hochverschuldete Mozart gemeinsam mit seinem Freund Schikaneder die Geschichte um zwei Liebende, die mitten im Kampf dunkler Mächte zueinanderfinden und so die Utopie eines Reiches der Vernunft und Humanität aufscheinen lassen, in dem auch bunte Vögel ihren Platz haben. In einem Wiener Vorstadt-Theater kam Die Zauberflöte, die heute an fast allen großen Opernhäusern der Welt auf dem Spielplan steht, zur Uraufführung. 232 Jahre später bringt eine fahrende Schauspieltruppe ihre ganz eigene Version der Oper auf die Bühne. Das »Kratky-Baschik-Zaubertheater« ist pleite und braucht dringend die perfekte Unterhaltungsshow. Dazu ist der Truppe jedes Mittel recht: Die heilige Komposition wird neu arrangiert, Mozarts Motive verwandeln sich in Songs unterschiedlichster Stilrichtungen und das umgedichtete Libretto teilen sich nur 6 Spieler*innen, von denen jede*r gleich mehrere Rollen übernehmen muss. In einer versunkenen Welt des Vaudevilles, des Varietés und des düsteren Prater-Straßentheaters entsteht die vielleicht gewagteste Neuinterpretation der vielleicht berühmtesten Oper der Welt. Der Schauspieler und Musiker Nils Strunk kreiert mit Autor Lukas Schrenk, einer dreiköpfigen Band und dem Ensemble eine lustvolle, musikalische Reflexion über den Zauber der Bühne und die Kraft des Miteinanders. Mozart und Schikaneder hätten sich im Grabe mitgedreht. Regie & Musik: Nils Strunk Bühne: Anneliese Neudecker Kostüme: Anne Buffetrille Fassung: Lukas Schrenk, Nils Strunk Sounddesign: Alexander Nefzger Licht: Norbert Gottwald Ton: Moritz Schauer Dramaturgie: Anika Steinhoff Dauer: 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Wir sind noch einmal davongekommen
Burgtheater
In der Übersetzung von Barbara Christ Eigentlich könnte Familie Antrobus friedlich in New Jersey leben, müssten sie nicht dreimal hintereinander dem Weltuntergang ins Auge blicken: Eiszeit, Sintflut und Krieg. Doch die Menschheitsfamilie kommt gerade noch einmal davon; sie erweist sich als erstaunlich krisenfest und vertraut auf Ideen, Glaubenssätze und Erzählungen, die sie vom Chaos in ein neues Leben führen. Raum und Zeit sind in dieser Revue über das Menschsein scheinbar aufgehoben: Im Vorgarten grasen Dino und Mammut, während Homer und Moses um Asyl bitten und die Bücher in der Bibliothek zu sprechen beginnen … Der US-amerikanische Autor und Pulitzer-Preisträger Thornton Wilder schrieb dieses Stück, während die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eintraten. 1942 stellte er den urkomischen und zutiefst abgründigen Genre-Sprenger fertig, der bald darauf zum Welthit werden sollte. Neben der bitteren Erkenntnis, dass die Menschheit das Böse wohl immer auch als einen Teil von sich akzeptieren muss, steht der unerschütterliche Glaube an die humanistischen Werte. Regie: Stefan Bachmann Bühnenbild: Olaf Altmann Kostüme: Adriana Braga Peretzki Musik: Sven Kaiser Licht: Bernd Purkrabek Choreografie & Körperarbeit: Sabina Perry Video: Moritz Grewenig Feuereffekt: Thomas Bautenbacher Dramaturgie: Lena Wontorra Dauer: 3 Stunden - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Elisabeth!
Burgtheater
Elisabeth betritt die Bühne. Sie ist Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn, Schönheitsideal, Ehefrau, Mutter, Sportlerin – und seit über 100 Jahren tot. Wie blickt sie selbst auf ihr Leben im Rampenlicht des 19. Jahrhunderts zurück? Auf ihr Fortleben als Ikone in dutzenden Filmen und Serien. Sisis Gesicht ziert Süßigkeiten und Souvenirs, sie ist das Vorzeigeschild Österreichs, der Liebling einer Nation. Gleichzeitig wird sie als Rabenmutter bezeichnet, als essgestört, eitel und selbstsüchtig. Wer ist die Frau hinter all den Bildern und Geschichten? Die junge Regisseurin Fritzi Wartenberg wirft nun gemeinsam mit der Bestsellerautorin Mareike Fallwickl, die zuletzt mit ihren Romanen „Die Wut, die bleibt“ und „Und alle so still“ beeindruckte, einen vielschichtigen und feministischen Blick auf diesen österreichischen Superstar. Regie: Fritzi Wartenberg Bühnenbild: Jessica Rockstroh Kostüme: Leonie Falke Musik: Elena Ulrich, Lilian Kaufmann Licht: Roman Sobotka Dramaturgie: Christina Schlögl Dauer: 2 Stunde - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Zu ebener Erde und erster Stock
Burgtheater
Verkehrte Welt: Der Spekulant Herr von Goldfuchs im ersten Stock verliert sein Vermögen und muss seinen Bankrott erklären, während der mittellose Tagschreiber Adolf Schlucker zu ebener Erde nach einem unverhofften Erbe ein reicher Mann wird. Auch in Sachen Liebe geht es im Mietshaus von Herrn Zins drunter und drüber. Von geordneten Verhältnissen kann keine Rede sein. Johann Nestroys musikalische Satire über die Launen des Glücks wurde nach der Uraufführung 1835 zur szenischen Sensation: Zwei Stockwerke gleichzeitig auf einer Bühne hatte man bis dato nicht gesehen. Bis heute liefert diese Idee ein zwingendes Bild für die Dialektik zwischen Überfluss und Mangel. Regie: Bastian Kraft Bühnenbild: Peter Baur Kostüme: Inga Timm Sounddesign: Robin Gillard Video: Jasmin Kruezi Musik: Alexander Xidi Christof Choreographie & Körperarbeit: Sabina Perry Licht: Marcus Loran Dramaturgie: Jeroen Versteele Dauer: 2 Stunden 30 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Zwischenton
Burgtheater
Was machen Worte aus mir? Sind sie hilfreich oder einengend? Inwiefern ist es sinnvoll, einen Kosmos von Kategorien zu erzeugen? Muss ich mich in diesem Kosmos wiederfinden können? Und was geschieht, wenn ich herausfalle? Ein Ensemble junger Erwachsener findet und formt sich. In einem kollektiven Suchprozess entsteht ein Stück über das Dazwischen: Gerahmt von einer fantastischen Geschichte tauchen wir mit einer abgehalfterten Reiseagentur in einen entlegenen Archipel. Zwischen Schubladen und Kauderwelsch suchen wir dort nach Wortgrenzen und Worten, die es vielleicht noch nicht gibt – nach dem Zwischenton. Aus sieben ausgewählten Objekten entstehen Welten, die sich Abend für Abend spontan entfalten. Jede Vorstellung verhandelt neu, wie wir zusammenleben und was Sprache aus uns macht. Regie: Anna Manzano Bühne & Kostüm: Magdalena Knor Objekttheater: Rebekah Wild Szenische Beratung: Eddi Faux Musik: Moritz Schauer Licht: Enrico Zych Ton: Rana Donat Dramaturgie: Zoë von Dohnányi Dauer: 1 Stunde - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Das Ferienhaus
Burgtheater
eine Adaption von IBSEN HUIS von Simon Stone, Originalproduzent Internationaal Theater Amsterdam 2017 In der Übersetzung von Brangwen Stone 1964 lässt der Architekt Carl Albrich ein gläsernes Ferienhaus für sich und seine Familie bauen. Über 60 Jahre später geht es in Flammen auf. In der Zwischenzeit wird das Haus belebt von mehreren Generationen, die an entscheidenden Momenten ihrer Leben hier zusammentreffen. Sie reden, streiten und lieben an dem Ort, der eine Transparenz vorgibt, die inmitten der Familien- und Beziehungskonstellationen nicht vorherrscht. Ein jahrzehntelanger Kindesmissbrauch innerhalb der Familie, der jahrelang verschwiegen wurde, bahnt sich langsam seinen Weg an die unterdrückte Oberfläche. Simon Stone inszeniert ein großes Familienepos: Er verarbeitet Stoffe und Motive des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen und hat für die BURG eine neue Fassung seines Stücks IBSEN HUIS entwickelt, das er 2017 in Amsterdam uraufgeführt hat. Regie: Simon Stone Bühnenbild: Lizzie Clachan Kostüme: Mel Page Musik: Stefan Gregory Licht: Bernd Purkrabek Dramaturgie: Sarah Lorenz Dauer: 4 Stunden - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Sankt Falstaff
Burgtheater
in einer Fassung von Karin Henkel, Rita Thiele und Jeroen Versteele In einem von Demonstrationen erschütterten Überwachungsstaat regiert Heinrich „Heinz“ Bolingbroke als autoritärer Quasi-König und beschäftigt sich nach einem besorgniserregenden Arztbefund mit der eigenen Nachfolge. Als Topkandidat wird „Hitzkopf“ Henry Percy – auf Betreiben seines Vaters, Heinrichs Vorsitz, sowie der weiteren Staatsorgane Hirn und Mundwerk – in Stellung gebracht. Am unteren Rand der Gesellschaft, im Club von Frau Flott, trinkt sich derweil der Dauergast John Falstaff das Leben schön. Dort trifft er auf Harri, den abgestürzten Sohn von Quasi-König Heinrich und nimmt sich diesem an. Falstaff glaubt, in Harri einen seltenen unverdorbenen Menschen gefunden zu haben, wird aber von ihm verraten und enttäuscht. Dann bewegt der Staatsapparat Harri dazu, mit Hitzkopf um die politische Spitze zu konkurrieren. Als Harri vom Nektar der Macht kostet, verrichtet das Gift der Herrschsucht sein zerstörerisches Werk. Der österreichische Autor Ewald Palmetshofer führt Falstaff, den beliebten Außenseiter unter Shakespeares Figuren, in die Abgründe einer dystopischen Welt. Nach HAMLET inszeniert Karin Henkel diese rauschhafte, humorvolle HEINRICH IV.-Überschreibung und fragt sich gemeinsam mit dem Autor, warum die Zeiten nicht besser werden. Regie: Karin Henkel Bühnenbild: Thilo Reuther Kostüme: Teresa Vergho Musik: Matthias Grübel Licht: Michael Hofer Video: Andrea Gabriel Dramaturgie: Rita Thiele, Jeroen Versteele Dauer: 2 Stunden 45 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel
König Ubu
Burgtheater
Premiere: 16.10.2026 Deutsch von Marlis und Paul Pörtner Angestachelt von ihrer Gier nach Macht ermorden Vater und Mutter Ubu den König von Polen und reißen die Krone an sich. Als Regierende herrschen sie mit Willkür, führen wahn witzige Steuern ein und lassen das Volk hinrichten. Im Krieg gegen Russland werden sie gestürzt und müssen fliehen. Im Haus eines Wissenschaftlers nisten sie sich ein und treiben in der Welt des Spießbürgertums ihr Unwesen. Schließlich zieht es sie zurück nach Frankreich. Dort beginnen sie ein neues Leben – überzeugt davon, dass nur in der Sklaverei Freiheit liege. Mit der Figur Ubu schuf der Bohemien Alfred Jarry eine grelle Satire auf Herrschaft, Gewalt und Ideologien. Seine Vision sprengte das traditionelle Theater. Stefan Bachmann erweitert das ubueske Universum um die weniger bekannten Stücke UBU HAHNREI und UBU IN KETTEN. Jarrys „pataphysische Welt“ steht kopf und wird zur grotesken Spiegelung unserer eigenen. Regie: Stefan Bachmann Bühnenbild: Olaf Altmann Kostüme: Adriana Braga Peretzki Komposition und musikalische Einrichtung: Sven Kaiser Choreographie und Körperarbeit: Sabina Perry Licht: Bernd Purkrabek Dramaturgie: Lea Goebel
Aufführungen
| Schauspiel
Die letzten Tage der Menschheit
Burgtheater
Zwischen 1915 und 1922 schreibt Karl Kraus das umfangreiche Drama DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT. In über 200 Szenen wird darin der Erste Weltkrieg auf ebenso abgründige wie absurde Weise dargestellt: von der Verblendung der Politik über gezielte Desinformation durch die Presse bis zu dumpfer Gleichgültigkeit der Bevölkerung. Kraus deckt schonungslos auf, wie die Verflechtung von Machtinteressen und Kriegspropaganda zusammen mit einer opportunistischen Gesellschaft den Wahnsinn des Krieges überhaupt ermöglicht. Der Regisseur Dušan David Pařízek erstellt eine neue Fassung des Stoffes, der lange Zeit als „unaufführbar“ galt und von Kraus selbst ursprünglich nicht einem irdischen, sondern einem „Marstheater“ zugedacht war. Regie und Bühne: Dušan David Pařízek Kostüme: Kamila Polívková Mitarbeit Kostüme: Magdaléna Vrábová Live-Musik und Videodesign: Peter Fasching Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Lena Wontorra Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen Dauer: 3 Stunden 15 Minuten - 1 Pause mit Übertitel-App PROMPT
Aufführungen
| Schauspiel
Schachnovelle
Burgtheater
Die SCHACHNOVELLE, geschrieben 1941 im brasilianischen Exil, ist eine schmerzliche Erinnerung an die österreichische Heimat, die Zweig verloren hatte. Eingebettet in die Geschichte des NS-Aufstiegs in Österreich Ende der 1930er Jahre, handelt die Novelle von Macht, Ohnmacht, Ruhm, Isolation, Fantasie, Besessenheit, Widerstand und den Schwächen und Stärken des menschlichen Geistes. Und natürlich von Schach, das Zweig als Königsdisziplin aller Spiele betrachtete. Nils Strunk und Lukas Schrenk widmen sich nach ihrer erfolgreichen Adaption der ZAUBERFLÖTE nun dieser außergewöhnlichen Novelle und bringen sie als musikalisches Schauspiel auf die Bühne. Das Bühnenbild von Maximilian Lindner verwendet Zeichnungen von Herbert Nauderer. Regie und Textbearbeitung: Nils Strunk, Lukas Schrenk Musik: Nils Strunk Songtexte: Lukas Schrenk Bühne: Maximilian Lindner Kostüme: Anne Buffetrille Licht: Reinhard Traub Dramaturgie: Rita Czapka Dauer: 2 Stunden - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Wand
Burgtheater
„Durch die Wand wurde ich gezwungen, ein ganz neues Leben zu beginnen, aber was mich wirklich berührt, ist immer noch das gleiche wie früher: Geburt, Tod, die Jahreszeiten, Wachstum und Verfall. Die Wand ist so sehr Teil meines Lebens geworden, dass ich oft tagelang nicht an sie denke, sie geht mich in Wahrheit nichts an.“ Eine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm. Marlen Haushofers Roman ermöglicht viele Deutungsmöglichkeiten. Die Wand als Symbol für Barrieren, die uns von den Mitmenschen trennen; Krankheit, Depression, Ausgrenzung, Einsamkeit. Die Bedrohung und zugleich die Sehnsucht, gezwungen zu werden, ohne andere Menschen zu leben. Dorothee Hartinger spielt in szenischer Einrichtung von Christian Nickel diesen österreichischen Jahrhundertroman auf der Feststiege des Burgtheaters, die mit ihrer wuchtigen Unwirtlichkeit einem Naturereignis gleichkommt. Szenische Einrichtung: Christian Nickel Licht: Marcus Loran mit Dorothee Hartinger Dauer: 1 Stunde 15 Minuten - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Klassenputtel
Burgtheater
„Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich“, fleht Aschenputtel. Doch es regnet kein Ballkleid für den Tanzball herab. Kann sie sich mit ihrem Adidas-Zweiteiler in die feinen Kreise der Hochkultur wagen? Insbesondere sie, die weder viel Geld noch Vitamin B oder einen renommierten Abschluss in der Tasche hat? Wie definieren wir Hochkultur überhaupt – und warum fühlen sich manche Menschen in ihr fremd? Ist der sogenannte soziale Aufstieg in dieser Gesellschaft möglich und wie ergeht es Menschen, die neu ankommen und – ungeachtet dessen, was sie mitbringen – als „Andere“ herabgestuft werden? Nach ihrer Inszenierung HÄSSLICHKEIT erkundet Regisseurin Saliha Shagasi gemeinsam mit ihrem Team und einem Ensemble aus Community-Spieler:innen, was Klassenwandel heute ausmacht. In dieser Inszenierung benutzen wir deutsche und englische Sprache. "Shiver and quiver, little tree, silver and gold throw down over me," Cinderella pleads. But no shimmering gown descends for the ball. Can she venture into the refined circles of high culture wearing her Adidas two-piece? She, of all people — without wealth, connections or a prestigious degree? How do we even define high culture—and why do some people feel alienated from it? Is so-called social mobility possible in our society, and what happens to those who arrive newly and—regardless of what they bring—are relegated to the status of “other”? This production incorporates both German and English. Regie: Saliha Shagasi Ausstattung: Melina Jusczyk Choreographie und Musik: Theo Emil Krausz Licht: Philip Hobel Dramaturgie: Zoë von Dohnányi In deutscher und englischer Sprache Dauer: 1 Stunde - keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Holzfällen
Burgtheater
von und mit Nicholas Ofczarek und Musicbanda Franui Thomas Bernhards Roman stellt einen Erzähler ins Zentrum, der aus der Distanz seines Ohrensessels eine „künstlerische Abendgesellschaft“ in der Wiener Gentzgasse beobachtet und diese mit bösartiger Genauigkeit seziert. Die versammelte Menge wartet auf die angekündigte Ankunft eines Burgschauspielers; zudem sind die meisten Personen dieser Gesellschaft miteinander verbunden, weil ihre durch Selbstmord aus dem Leben geschiedene Freundin Joana am Nachmittag desselben Tages in der Ortschaft Kilb zu Grabe getragen wurde. Thomas Bernhards berühmte Prosa wird rezitativisch zum Leben erweckt, während die Musiker:innen von Franui u. a. mit einer Spezialität zu hören sein werden, die sie bekannt gemacht hat: dem Zelebrieren von Trauermärschen und Trauermusik. Komposition & Musikalische Bearbeitung: Markus Kraler, Andreas Schett Textfassung: Andreas Schett Licht: Paul Grilj Eine Produktion von Musicbanda Franui Dauer: 2 Stunden 30 Minuten - 1 Pause
Aufführungen
| Schauspiel