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Konzerte | Konzert

Von ewiger Liebe

Brühler Schlosskonzerte

Anna Lucia Richter (Mezzosopran) Ammiel Bushakevitz (Klavier) Joseph Haydn (1732–1809): ›The Mermaid’s Song‹ Hob. XXVIa:25 ›Fidelity‹ Hob. XXVIa:26 ›She never told her love‹ Hob. XXVIa:34 ›A Pastoral Song‹ Hob. XXVIa:27 ›Sailor’s Song‹ Hob. XXVIa:31 Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): ›Minnelied‹ aus ›Sechs Lieder‹ op. 34 Nr. 1 ›Auf Flügeln des Gesanges‹ aus ›Sechs Lieder‹ op. 34 Nr. 2 ›Frühlingslied‹ aus ›Sechs Lieder‹ op. 34 Nr. 3 ›Suleika‹ aus ›Sechs Lieder‹ op. 34 Nr. 4 ›Sonntagslied‹ aus ›Sechs Lieder‹ op. 34 Nr. 5 ›Reiselied‹ aus ›Sechs Lieder‹ op. 34 Nr. 6 Franz Schubert (1797–1828): ›Der Einsame‹ D 800 ›Gretchen am Spinnrade‹ D 118 ›Wiegenlied‹ D 498 ›Auf dem Wasser zu singen‹ D 774 ›Der Wanderer an den Mond‹ D 870 Gustav Mahler (1860–1911): ›Rheinlegendchen‹ aus ›Des Knaben Wunderhorn‹ ›Das irdische Leben‹ aus ›Des Knaben Wunderhorn‹ ›Lob des hohen Verstandes‹ aus ›Des Knaben Wunderhorn‹ ›Wer hat dies Liedlein erdacht‹ aus ›Des Knaben Wunderhorn‹ Johannes Brahms (1833–1897): ›Vergebliches Ständchen‹ op. 84 Nr. 4 ›Feldeinsamkeit‹ op. 86 Nr. 2 ›Verzagen‹ op. 72 Nr. 4 ›Von ewiger Liebe‹ op. 43 Nr. 1 Geht es nach der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, kann man bei Anna Lucia Richters Gesang einfach nur niederknien. Andere schwärmen von ihrer ausdrucksreichen und zugleich betörend klangschönen Mezzo-Stimme. Anna Lucia Richter ist einfach ein Phänomen. Nachdem sie 2012 den Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau gewonnen hatte, folgten Recitals in aller Welt. Wobei sie stets mit solchen Ausnahmepianisten und Liedbegleitern wie András Schiff oder wie jetzt mit Ammiel Bushakevitz zusammenarbeitet. Für ihr Brühl-Debüt hat Anna Lucia Richter einen klassisch-romantischen Liederbogen zusammengestellt, der von Haydn bis Mahler und von Schubert bis Brahms die Sehnsucht, die Liebe und die Natur mit den poetischsten Melodien feiert. Wirklich zum Niederknien! Preis: 35 €
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Neuer Trio-Standard

Brühler Schlosskonzerte

Trio Gaspard Joseph Haydn (1732–1809): Klaviertrio F-Dur Hob. XV:2 Arno Babadjanian (1921–1983): Klaviertrio fis-Moll Ludwig van Beethoven (1770–1827): Klaviertrio Nr. 6 Es-Dur op. 70 Nr. 2 Das deutsch-englisch-griechische Trio Gaspard kann man schon fast als alten Hasen in der Klaviertrio-Szene bezeichnen. Immerhin feierte es letztes Jahr bereits den 15. Ensemblegeburtstag. Bei aller Makellosigkeit im Zusammenspiel hat man sich diese geistige Frische und Wendigkeit bewahrt, die sich in kontrastreich zusammengestellten Programmen widerspiegelt. Aktuell widmet sich das Ensemble der Gesamteinspielung aller 46 Klaviertrios von Joseph Haydn. Und das Fachmagazin ›The Strad‹ lobte da die ›Meisterhaftigkeit von Musik und Musikern‹. Zugleich spürt man selten gespielte Meisterwerke auf. Zu den jüngsten Entdeckungen zählt das 1952 entstandene Klaviertrio des Armeniers Arno Babadjanian. Flankiert wird diese Rarität von zwei absoluten Repertoireklassikern aus der Feder von Haydn und Beethoven. Preis: 35 €
Konzerte | Klavierkonzert

Verwandte Seelen

Brühler Schlosskonzerte

Andreas Staier (Hammerklavier) Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Fantasie c-Moll KV 475 Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788): Sonate e-Moll Wq 59 Nr. 1 Fantasie C-Dur Wq 61 Nr. 6 Joseph Haydn (1732–1809): Variationen f-Moll Hob. XVII:6 Sonate Es-Dur Hob. XVI:49 Ludwig van Beethoven (1770–1827): Bagatellen op. 126 Der Cembalist und Pianist Andreas Staier gehört schon lange zu den herausragenden Virtuosen auf dem Hammerklavier. Und nicht nur mit seinem ungemein kantablen Spiel hat er besonders bei den Werken der Wiener Klassik Maßstäbe gesetzt. Haydn, Mozart und Beethoven stehen nun ebenfalls auf dem Programm. Zwischen Sonaten und Werken wie den sechs Beethoven-›Bagatellen‹ op. 126 spielt Staier Stücke von Carl Philipp Emanuel Bach. Dessen Musik wurde von allen drei Wiener Klassikern bewundert – wobei sich gerade Haydn und Mozart als seine Schüler aus der Ferne empfanden. Wie gut Andreas Staier diese Faszination nachvollziehen kann, hat er in vielen preisgekrönten Aufnahmen unter Beweis gestellt. Preis: 35 €
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Strahlendes Barock

Brühler Schlosskonzerte

Moritz Görg (Trompete) Rudolf Lörinc (Trompete) Fritz Siebert (Cembalo) Neue Hofkapelle Osnabrück Christian Heinecke (Violine und Leitung) Georg Philipp Telemann (1681–1767): ›Ouvertüre D-Dur TWV 55:D17 für 2 Trompeten, Streicher und Basso continuo‹ Johann Sebastian Bach (1685–1750): ›Konzert d-Moll BWV 1052 für Cembalo und Orchester‹ Petronio Franceschini (1669–1729): ›Sonata in D für 2 Trompeten, Streicher und Basso continuo‹ Evaristo Felice Dall’Abaco (1675–1742): ›Concerto grosso D-Dur op. VI Nr. 12 für Streicher und Basso continuo‹ ›Concerto grosso h-Moll op. VI Nr. 4 für Streicher und Basso continuo‹ Antonio Vivaldi (1678–1741): ›Konzert D-Dur RV 537 für 2 Trompeten, Streicher und Basso continuo‹ Die Neue Hofkapelle Osnabrück, die 2022 ihr triumphales Debüt in Brühl feierte, hat sich innerhalb weniger Jahre den Ruf als eines der führenden Originalklang-Ensembles erspielt. Dabei leuchtet man in den strahlendsten Klangfarben Orchesterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts aus und lockt in diesem Programm über die Alpen ins damalige Trompetenzentrum Bologna. Hier schrieb Petronio Franceschini seine herrlich festliche Sonate für zwei Trompeten wohl für den damaligen Teufelstrompeter Giovanni Pelegrino Brandi. In diesem barocken Paradestück trumpfen die beiden Solisten Moritz Görg und Rudolf Lörinc ähnlich virtuos auf wie etwa in Telemanns ›Ouvertüre‹ und einem Vivaldi-Concerto für eben zwei Trompeten. Zwischendurch kehrt man ins legendäre Leipziger ›Zimmermannische Caffee-Hauß‹ ein, wo man ein Cembalokonzert Johann Sebastian Bachs genießen kann. Preise C: 55 / 39 / 36 / 25 / 16 / 9 €
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Unsterblicher Mozart

Brühler Schlosskonzerte

Evgeny Sviridov (Violine) Corinna Golomoz (Viola) Compagnia di Punto Christian Binde Joseph Haydn (1732–1809): Sinfonie f-Moll Hob. I:59 ›Feuer-Sinfonie‹ Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): concertante Es-Dur KV 364 für Violine, Viola und Orchester Franz Schubert (1797–1828): Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485 Mozart schrieb seine Sinfonia concertante für Violine und Viola im Sommer 1779 in seiner Geburtsstadt Salzburg. Der Anlass dazu ist nicht überliefert. Aber vielleicht dachte Mozart bei den Solo-Parts ja an ein musikalisches Gespräch mit seinem Vater Leopold, der ihm das virtuose Geigenspiel beigebracht hatte. Das Ergebnis jedenfalls hätte nicht wunderbarer ausfallen können. Fast scheint es, als würden Violine und Viola zu einem Instrument verschmelzen. Diesem Stück wenden sich nun mit Geiger Evgeny Sviridov und Bratschistin Corinna Golomoz zwei international gefeierte Könner zu. Begleitet werden sie von der Compagnia di Punto, die den Abend mit Haydns ›Feuer-Sinfonie‹ eröffnet und mit Schuberts 5. Sinfonie abrundet – mit der Schubert dem ›unsterblichen Mozart‹ huldigen wollte. Preise C: 55 / 39 / 36 / 25 / 16 / 9 €
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Schafroth geht ins Konzert

Tonhalle Düsseldorf

Chaarts Chamber Artists Jonian Ilias Kadesha, Violine Maxi Schafroth, Moderation Igor Strawinsky: Suite italienne (Fassung für Violine und Streicher) Hugo Wolf: Italienische Serenade G-Dur (Bearbeitung für Orchester) Antonio Vivaldi: Concerto D-Dur RV 208 für Violine, Streicher und Basso continuo «Grosso Mogul» Giovanni Sollima: Konzert für Violine, Streicher, Laute und Perkussion »Tyche« Italien – ewiges Sehnsuchtsland von Goethes Zitronen bis zur 90er-Jahre-SPD? Oder hat das Dolce Vita doch einen leichten Braunschleier angesetzt? Der Proto-Allgäuer Maxi Schafroth fühlt dem Mythos mit seiner unnachahmlichen bajuwarischen Bodenständigkeit auf den Zahn. Würde er seinen Allgäuer Bauernhof wirklich gegen toskanische Biozwiebeln tauschen? Während die exzellenten Chaarts Chamber Artists und der Geiger Jonian Ilias Kadesha musikalische Italien-Sehnsüchte von Vivaldi bis Strawinsky (der sich neben Vivaldi begraben ließ) heraufbeschwören und Hugo Wolfs rettende „Italienische Serenade“ erklingt, bohrt Schafroth genüsslich Löcher in die Vierte Wand. Bekannt dafür, Schmerzgrenzen wahrzunehmen und mit Grundgüte zu überschreiten, nimmt er Klischees aufs Korn und hinterfragt die Sehnsucht nach dem Süden. Erleben Sie einen Abend zwischen Presto und Prusten, der Ihren Gefühlsapparat zielsicher durch Wogen der Rührung (bei Vivaldis Klängen) und Stürme der Heiterkeit (bei Schafroths Betrachtungen) lenkt. Am Ende überwiegt garantiert die gute Laune – auch wenn Italien vielleicht nicht mehr ganz das ist, was es mal war.
Konzerte | Konzert

Big Bang: Brahms 1

Tonhalle Düsseldorf

Jugendsinfonieorchester (JSO) der Tonhalle Düsseldorf U 16 - das junge JSO der Tonhalle Kinderorchester der Tonhalle Landesjugendorchester NRW Jenny Heilig, Dirigentin Luke Pan, Dirigent Frieder Ziemendorf, Dirigent Susanne Blumenthal, Dirigentin Joseph Haydn: Symphonie Nr. 94 G-Dur (»Symphonie mit dem Paukenschlag«, 2. Satz) Edvard Grieg: In der Halle des Bergkönigs (Peer Gynt-Suite Nr. 1) Klaus Doldinger: Das Boot Peter I. Tschaikowsky: Schwanensee (Auszüge) Gustav Holst: "Mars" und "Jupiter" aus: "Die Planeten" Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 Das ganze Spektrum in einem Konzert! Von den Fast-noch-Anfängern zu den Fast-schon-Profis geht die Reise im dritten Big Bang. Eins haben sie alle gemeinsam: Der Auftritt in der Tonhalle gehört zu den absoluten Höhepunkten ihres musikalischen Jahres. Für viele im Kinderorchester der Tonhalle ist es sicher das erste Mal, dass sie auf so einer großen Bühne stehen. Für die Musikerinnen und Musiker des Landesjugendorchesters NRW schon fast Routine. Das Auswahlorchester ist seit Langem wieder einmal zu Gast in der Big-Bang-Reihe. Es gibt mit Brahms’ 1. Symphonie eine mächtige Visitenkarte ab. Für alle, die noch nicht so weit sind, eine schöne Motivationsspritze … Wir bedanken uns bei der Stiftung van Meeteren für die großzügige Unterstützung der Reihe „BigBang“ in dieser Saison. 17:00 Star-Talk
Konzerte | Klavierkonzert

Grigory Sokolov

Tonhalle Düsseldorf

Grigory Sokolov, Klavier Seine Fans wissen es: Grigory Sokolov gibt sein Programm erst im Laufe des Konzertjahrs bekannt. Und eigentlich ist auch nicht wichtig, was er spielt: Wenn Sokolov an den Tasten sitzt, darf man Außergewöhnliches erwarten. Kein Wunder, dass seine Konzerte meist bis auf den letzten Platz ausverkauft sind. Mit seiner überragenden Kunst, die er stets ganz in den Dienst der Musik stellt, spielt er uns seit Jahrzehnten in seinen Bann. Zugaben sind wie immer garantiert ... Veranstalter: Konzert Theater Kontor Heinersdorff GmbH
Konzerte | Konzert

Beethoven 3

Tonhalle Düsseldorf

Düsseldorfer Symphoniker Adam Fischer, Dirigent Alban Berg: Lyrische Suite für Streichorchester (Sätze 2, 3 und 4) Franz Schubert: Symphonie Nr. 5 B-Dur D 485 Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 "Eroica" Es war eine Pandemie, die die musikalische Mathematik durcheinanderbrachte – doch Schubert und Beethoven trotzen jeder Rechenregel. Daher erklingt heute, anstelle der mysteriösen (und leider nicht existierenden) »Siebten«, erneut Schuberts elegante und charmante Symphonie Nr. 5 – diesmal aber mit vollem Orchesterklang für alle. Alban Bergs »Lyrische Suite« von 1926 ist das erschütternd schöne Zeugnis einer leidenschaftlichen Liebesaffäre. Zum Schluss dann Beethovens gewaltige Dritte, die »Eroica«, mit der der Komponist die flatternde Fahne der Französischen Revolution herzensfest schwenkt – und uns alle daran erinnert, dass wahre Helden auch mal ihren Sitzplatz einer älteren Dame überlassen sollten. 19:00 Star-Talk
Konzerte | Konzert

Mühlemann & Noseda

Opernhaus Zürich

Sopran: Regula Mühlemann Dirigent: Gianandrea Noseda Orchester der Oper Zürich Geistliche Arien von Giovanni Battista Pergolesi und Wolfgang Amadeus Mozart Joseph Haydn: «L’Introduzione» und «Sonata VI: Consummatum est!» aus «Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze» Hob. XX:1A Sergej Prokofjew: Suite aus dem Ballett «Romeo und Julia» op. 64 Unter neuem altem Namen startet das Orchester der Oper Zürich in die neue Konzertsaison. Nach dreizehn Jahren als Philharmonia Zürich kehrt das Orchester zu seinem ursprünglichen Titel zurück. Auch finden die Philharmonischen Konzerte wieder wechselweise im Opernhaus und in der Tonhalle Zürich statt. Im Fokus der sieben Philharmonischen Konzerte steht das grosse Repertoire von Robert Schumann und Johannes Brahms bis zu Edward Elgar, Francis Poulenc und Sergej Prokofjew. Solist:innen wie der Geiger Renaud Capuçon und der Cellist Nicolas Altstaedt, die Pianisten Lucas und Arthur Jussen, der Geiger James Ehnes und die Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann sind zu Gast. Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda und Dirigent:innen wie Pablo Heras- Casado, Elim Chan, Daniele Rustioni, Riccardo Minasi und Tugan Sokhiev leiten das Orchester. In der Reihe des hauseigenen Originalklang-Ensembles La Scintilla kehren mit Emmanuelle Haïm, Enrico Onofri und Stefano Montanari drei bedeutende Protagonist:innen der Alten Musik zurück. Gleich mehrere Konzert-Höhe punkte bietet das neue Festival «Zürich Barock» vor Ostern (siehe S. 158). Zum Ende der Spielzeit dirigiert Gianandrea Noseda im Rahmen von «Opernhaus für alle» ein grosses Open-Air-Konzert auf dem Sechseläutenplatz. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Konzerte | Neue Musik

Aurora (Mesophase)

MaerzMusik

Okkyung Lee – Violoncello Neasa Ní Bhriain – Viola Caleb Salgado – Kontrabass Dafne Narvaez Berlfein – Video Liz Kosack – Keyboards Okkyung Lee: Aurora (Mesophase) (2026) für Viola, Violoncello, Kontrabass, Keyboard, Elektronik und Video Uraufführung „Aurora (Mesophase) erforscht einen Zwischenraum – den scheinbar fragilen Zustand zwischen zwei Extremen. Es handelt sich um eine Studie der Verwandlung. In ihr können Form, Klang oder Energie jederzeit kippen, je nachdem, welcher Reiz auf sie einwirkt. Aurora (Mesophase) gleicht einem Material, dessen Aggregatzustand weder flüssig noch fest ist: Das Stück befindet sich im ständigen Wandel, kann zu einem von beidem werden, bleibt aber nie eins von beidem. In dem von ihm eröffneten Raum formen selbst die kleinsten Gesten eine eigene Sprache, die die Spannung eines Moments in der Schwebe aufrechterhält.“ – Okkyung Lee „Ich improvisiere seit fast drei Jahrzehnten auf dem Cello. Manchmal aber langweilt mich das – die Spannungen und die Aufregung über diese immer ‚neuen‘ Entdeckungen sind längst Teil meines musikalischen Vokabulars geworden. Ich möchte sie auch ungern als ‚erweiterte Techniken‘ bezeichnen. Solche Klänge gehören heutzutage einfach zu der Sprache, die Improvisationsmusiker*innen verwenden. Dennoch gibt es ein paar Klänge, die mich jedes Mal – oder zumindest oft genug – von Neuem begeistern, obwohl ich die Gründe dafür nicht im Einzelnen analysieren möchte. Einer davon ist der reine Klang der Bogenhaare auf den Saiten; die Fülle dieser winzigen Klänge ist total packend. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass diese Klänge für Zuhörer*innen verloren gehen können, wenn sie nicht direkt vor dem Instrument sitzen oder gar ihre Ohren direkt an den Körper des Instruments legen. Doch stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten all diese kleinen Klänge hören, die mit jeder geringsten Spannung des Bogens ihren Verlauf und ihren Charakter verändern. Das wäre so, als würde man das erste Mal Polarlichter sehen: Man weiß nicht genau, wo sie erscheinen werden, aber man lässt sich auf ihre Bewegung ein. Klar, das ist eine abgedroschene Metapher. Aber wenn man sich darin verliert, kann man eine Art reiner Freude verspüren. Ich möchte all diese kleinen Details – all diese zerbrechlichen und doch ausdrucksstarken Klänge – einfangen und sie in Musik verwandeln, die zu mehr einlädt als nur zum Staunen über ihre Schönheit. Ich hoffe, dass sie zu einer gemeinsamen Sprache für Interpret*innen wird und ihnen die Möglichkeit erschließt, Lieder zu spielen, zu denen die Zuhörer*innen ihren Körper bewegen oder zumindest mit dem Kopf nicken, wenn auch nur leicht. Ich bin mir nicht sicher, ob jemals jemand mitsingen könnte – aber wer weiß? Im Grunde möchte ich, dass die Menschen diese Klänge einfach als Musik genießen – und zwar wie jede andere Form von Musik auch.“ – Okkyung Lee Für Aurora (Mesophase) öffnet Okkyung Lee ihre improvisatorische Praxis und gestaltet zusammen mit den Künstler*innen Neasa Ní Bhriain, Caleb Salgado, Dafne Narvaez Berlfein und anderen eine außergewöhnliche Performance, die sie im Rahmen ihres DAAD-Stipendiums in Berlin entwickelt. Okkyung Lee ist 2025/26 Musik-&-Klang-Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
Konzerte | Neue Musik

Organism: In Turbulence

MaerzMusik

Navid Navab – Konzept, Regie, Komposition, Skulptur, Programmierung, Design, Elektronik, Performance Garnet Willis – Technik, Skulptur, Design, Elektronik Transductive Formations – Produktion Camille Desjardins, Jean-Michaël Celerier, Philippe Vandal, Evan Montpellier, Eric L’Ecuyer – Assistenz Ein Solokonzert mit einer mehr als hundert Jahre alten Pfeifenorgel, die mittels Robotik präpariert wurde, um turbulente Klangmuster hervorzubringen. „Organism destabilisiert die soziohistorische Tonalität der Orgel, um ihre turbulente Materialität freizulegen und mithilfe robotischer Eingriffe Klangfarben hervorzubringen, die während Jahrhunderten klanglicher Repression ungehört geblieben sind. In den Konzerten führen die sich wandelnden metastabilen Zustände von Organism dazu, dass seine energetischen Schwellen in wechselhafte Resonanzverhältnisse treten – mal kompatibel, mal widersprüchlich. Navab formt die daraus entstehende Ökologie interdependenter Klangfarben aerodynamisch zu emergenten Klangräumen: Er durchquert mikrosonische Polyrhythmen, Post-Rock-Overspill und sumpfige Soundlandschaften.“ – Navid Navab Research-Partner: Topological Media Lab with Fonds de Recherche du Québec, SAT Montréal with Québec Ministry of Innovation Residencies: FIBER, Werktank, Recto-Verso, Hexagram, matralab Mit Unterstützung durch: Canada Council for the Arts, Conseil des arts et des lettres du Québec, Conseil des arts de Montréal circa 50 min
Konzerte | Neue Musik

(En)chanting Wood

MaerzMusik

Florentin Ginot – Kontrabass Carola Bauckholt: My Light Lives in the Dark (2024) für Kontrabass und Elektronik Lou Kilger: mescarill (2024) für Kontrabass und Elektronik Im Garten des Haus der Berliner Festspiele versammelt der Kontrabassist Florentin Ginot das Publikum zu einem Konzert über Natur im Post-Anthropozän. In der co-kreativen Konzert-Performance begreift Komponistin Carola Bauckholt den Kontrabass als Arche Noah, in der Ameisen, Insekten, Igel und Eichhörnchen mit Waldgeistern, Feen und Glühwürmchen zusammenkommen. Kontrabass und Elektronik verschmelzen bei ihr im Sinne einer Klangökologie mit der sie umgebenden Natur. Unterirdische Klänge, die sie mit Hilfe von Geophonen aufzeichnet, werden elektronisch verstärkt und mischen sich mit dem virtuosen Spiel von Ginot. Komponist*in Lou Kilger inszeniert den Kontrabassisten und sein Instrument indessen als physischen Ankerpunkt, von welchem ausgehend die Elektronik den umgebenden Raum öffnet. Ginot tritt mittels der Werke von Bauckholt und Kilger in eine neue Beziehung zu seinem Instrument, dessen schwirrende Klänge sich mit der untergründig lebendigen Umgebung mischen, und verzaubert den Garten des Festspielhauses. circa 30 min Eintritt frei, kostenloses Ticket erforderlich.
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Energy Archive 4

MaerzMusik

Ellen Fullman – Long String Instrument JACK Quartet Christopher Otto – Violine Austin Wulliman – Violine John Pickford Richards – Bratsche Jay Campbell – Violoncello Ellen Fullman: Energy Archive 4 (2026) für Long String Instrument und Streichquartett / Uraufführung Wenn Ellen Fullman das von ihr entworfene Long String Instrument spielt, ist es, als würde sie zwischen den Saiten eines gigantischen Flügels spazieren gehen. Die amerikanische Komponistin, Performerin und Instrumentenbauerin bewegt sich zwischen Reihen von über zwanzig Meter langen Saiten, versetzt diese mit ihren Fingerspitzen in Schwingung und bringt auf diese Weise architektonische Räume auf der ganzen Welt zum Klingen. Seit über 40 Jahren fordert Ellen Fullman mit ihren performativen Klanginstallationen wie dem Long String Instrument (LSI) Genregrenzen heraus. Inspiriert wurde sie bei ihrer Suche nach neuen Klängen von den Metallwerkstätten während ihres Studiums der Bildenden Kunst, den minimalistischen Performances des Judson Dance Theaters und den Kompositionen Alvin Luciers. Dieser bemerkt in seinen musikbiographischen Notizen Music 109, dass das Long String Instrument auch eine klingende Rauminstallation der Musikgeschichte und Theorie sei. Denn Fullman beschäftigt sich intensiv mit Stimmungen und mathematischen Verhältnissen: Das LSI konzipierte sie in reiner Stimmung (Just Intonation), deren Intervalle und Obertöne sich von der – den westlichen Ohren geläufigen – wohltemperierten Stimmung unterscheiden. Körper, Bewegung und Raum bestimmen die faszinierenden Harmonien in Fullmans Kompositionen – die Räume werden dabei zu eigensinnigen Mitspielern, denen Fullman intuitiv begegnet. Einen besonderen Einfluss auf den Klang haben auch die Saitenlängen des Long String Instrument, die im Unterschied zu Violinen oder Gitarren variieren. „Beim Streichen in Längsrichtung und beim gleichzeitigen Spielen mehrerer Saiten erklingen die Obertöne in unterschiedlichen Zeitintervallen. Das ist zu komplex, als dass es sich abbilden oder vorhersagen ließe, doch es erzeugt einen sehr interessanten Klang.“ Für MaerzMusik 2026 setzt Fullman ihre Erforschung des Long String Instrument fort – diesmal gemeinsam mit dem JACK Quartet. Als Ausgangspunkt dienen der Komponistin Aufzeichnungen ihrer eigenen Klangproduktion, aus denen sie die Stimmen des Quartetts entwickelt. Das Zusammenspiel erlaubt immer wieder neue Filterungen, Modulierungen und Ausschmückungen, die in Fullmans Komponieren für sich stehen, aber dennoch kein Selbstzweck sind: „In meiner Musik möchte ich die physikalischen Zusammenhänge der Saitenschwingungen sichtbar machen, um das Bewusstsein für die Schönheit der Struktur des Universums zu wecken, in dem wir leben.“ circa 1 h
Konzerte | Neue Musik

Ensemble Dedalus III

MaerzMusik

Ensemble Dedalus Didier Aschour – Gitarre Amélie Berson – Flöte Pierre-Stéphane Meugé – Saxophon Christian Pruvost – Trompete Thierry Madiot – Posaune Silvia Tarozzi – Violine Cyprien Busolini – Viola Deborah Walker – Violoncello Peter Ablinger: WEISS / WEISSLICH 17, Instrument und Rauschen (1994–2023) 17b: Violine und Rauschen (1995) 17d: Flöte und Rauschen (1996) 17f: Sopransaxofon und Rauschen (1996) 17g: Gitarre und Rauschen (1997, 2011) 17k: Violoncello und Rauschen (Kreuze) (1996/2013) 17o: Viola und Sinuston (2016/17) 17p: Trompete und Rauschen (2017) 17q: Bassposaune und Rauschen (2017) Instruments & (sketchbook) (2015) für Ensemble und Live-Elektronik Pascal Criton: Bothways (2015) für Violine und Cello I Shift (Cello) II Coalescent (Violine und Cello) III Impulse (Violine) IV Sways (Violine und Cello) Process (2013) für Flöte, Posaune, Violine, Cello und Gitarre Steppings (2013) für Flöte, Posaune, Violine, Cello und Gitarre Streams (2025) für Flöte, Posaune, Violine, Cello und Gitarre Auftragswerk von klub katarakt „Jede Situation ist eine Studie, ein Experiment, das seine eigenen Mittel entwickelt. Experimentieren Sie, interpretieren Sie niemals!” Dieser Ausspruch der Klangphilosophin Pascale Criton charakterisiert auf treffende Weise die Arbeitspraxis der langjährigen Wegbegleiter*innen des Ensemble Dedalus, die im Rahmen von MaerzMusik 2026 in verschiedenen Portrait-Konzerten präsentiert werden. Mit Peter Ablinger, der 2025 verstorben ist, würdigt das Ensemble einen radikalen Denker und Zweifler des Klangs. Seinen Werken, die sich mit dem Geschehen der Unterbrechung auseinandersetzen, stehen aktuelle Kompositionen von Criton gegenüber, die der Materialität des Klangs nachspüren. Peter Ablingers subtile offene Partituren, die oft auf knappen Anweisungen und pointierten Zeichnungen beruhen, bestimmen sowohl sein Werk Instruments & (sketchbook) als auch die Reihe WEISS / WEISSLICH , die der lange Zeit in Berlin lebende österreichische Komponist über 30 Jahre hinweg ständig weiterentwickelte. Das Ensemble Dedalus präsentiert einige Teile aus Instrument und Rauschen , bei der einzelne Instrumente mit unterschiedlichen Qualitäten von Rauschen, Noise und mikrotonalen Klanggebilden kontrastiert werden. Pascale Criton experimentiert seit ihrer Kindheit mit fein justierten Instrumenten, die sie für ihre Kompositionen bis hinunter auf ein Sechzehntel eines Standardtons stimmt. Das Ensemble Dedalus widmet sich aktuellen Werken der französischen Komponistin: Bothsways vereint Soli und Duos für Violine und Cello, die in Sechzehntel-Ton-Stimmung erklingen. Das Stück durchwandert expressive Zustände und erweiterte mikrotonale Techniken, die in der Zweiheit und im Zusammenklang (both) der Schwingungen (sways) entstehen. Getragen wird das Stück vom Prinzip der Instabilität, von fließenden Übergängen zwischen verschiedenen Zuständen und Spielweisen. Jeder Satz bringt in einem anderen expressiven Stil die feinen Variationen zwischen Klangfarbe, Klang und Geräusch zu Gehör. Das Quintett Process spielt mit einem Gleichgewicht freischwebender Variablen, die zunächst angespannt sind und dann langsam in eine absteigende Bewegung übergehen. Diese mobilen Elemente stabilisieren sich allmählich zu einem regelmäßigen Schwebungsmuster. Steppings basiert auf einem konstanten perkussiven Motiv. Darüber erzeugen die mikrotonal gestimmten Streichinstrumente sowie multiphon gespielte Blasinstrumente feine Klangvariationen. Streams erforscht Transformationen des Klangs im Zusammenspiel mit dem ihn umgebenden Raum. Die fünf Instrumente spielen mit winzigen Abwandlungen, die das Auftreten von Interferenzen und anderen psychoakustischen Phänomenen begünstigen. Im Rahmen von MaerzMusik gibt das Ensemble Dedalus in mehreren Portrait-Konzerten Einblick in einzigartige Projekte, die alle auf offenen Partituren basieren. Durch diese und dank der außergewöhnlichen Musiker*innen konnte ein ganz eigener, dichter Klang entwickelt werden. Die künstlerische Praxis des Ensembles entzieht sich traditionellen Kategorien, folgt elaborierten Konzepten und vermittelt doch eine sinnliche Erfahrung, die ebenso radikal wie fesselnd, so subtil wie kraftvoll ist. Ensemble Dedalus wird unterstützt von DRAC Occitanie und Conseil Régional Occitanie. Weitere Förderer sind SACEM, SPEDIDAM, Maison de la Musique Contemporaine, Impuls Neue Musik und Occitanie en Scène. circa 1 h 10 min
Konzerte | Neue Musik

Ensemble Dedalus II

MaerzMusik

Didier Aschour – Gitarre Catherine Lamb: point/wave (2015) Für Gitarre und Live-Elektronik Catherine Lambs Musik ist geprägt von Stimmungssystemen der europäischen und indischen klassischen Musik sowie von der Faszination an physikalischen Wechselwirkungen zwischen Klängen und Räumen und zwischen ihr als Komponistin und den Interpret*innen ihrer Werke. Die Komposition point/wave für Gitarre und Elektronik verbindet installativ Innen- und Außenräume: In einem Solo aktiviert Didier Aschour, Gitarrist und Leiter des Ensemble Dedalus, die Konzertinstallation. Der von Lamb und Bryan Eubanks entwickelte Secondary Rainbow Synthesizer wird dabei zu einem Schatten und Mitspieler des Gitarristen. Anhand dieser besonderen Konstellation erforscht Lamb in point/wave subtile Frequenzbeziehungen sowie live-elektronische atmosphärische Phänomene im Kontrast zu akustischen Klangwelten. Im Rahmen von MaerzMusik gibt das Ensemble Dedalus in mehreren Portrait-Konzerten Einblick in einzigartige Projekte, die alle auf offenen Partituren basieren. Durch diese und dank der außergewöhnlichen Musiker*innen konnte ein ganz eigener, dichter Klang entwickelt werden. Die künstlerische Praxis des Ensembles entzieht sich traditionellen Kategorien, folgt elaborierten Konzepten und vermittelt doch eine sinnliche Erfahrung, die ebenso radikal wie fesselnd, so subtil wie kraftvoll ist. Ensemble Dedalus wird unterstützt von DRAC Occitanie und Conseil Régional Occitanie. Weitere Förderer sind SACEM, SPEDIDAM, Maison de la Musique Contemporaine, Impuls Neue Musik und Occitanie en Scène. ab 17:00 Uhr, mit einer Aktivierung um 18:00 Uhr 40 – 60 min
Konzerte | Neue Musik

Ensemble Dedalus I

MaerzMusik

Ensemble Dedalus Didier Aschour – Gitarre Amélie Berson – Flöte Pierre-Stéphane Meugé – Saxofon Christian Pruvost – Trompete Thierry Madiot – Posaune Silvia Tarozzi – Violine Cyprien Busolini – Viola Deborah Walker – Violoncello Éliane Radigue: OCCAM Hepta I (2018) für Ensemble Catherine Lamb: Overlays Transparent/Opaque (2013) für Ensemble Zu seinem 30-jährigen Jubiläum präsentiert das Ensemble Dedalus Musik von Komponist*innen, mit denen es eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet. Die Komposition OCCAM Hepta I, die zur beeindruckenden OCCAM OCEAN-Reihe gehört, entwickelte Éliane Radigue in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit den Musiker*innen. Catherine Lamb knüpft an diesem Konzertabend an die Tradition der offenen Partituren an. Ihre Musik ist von Stimmungssystemen der europäischen und indischen klassischen Musik geprägt sowie von der Faszination an physikalischen Wechselwirkungen zwischen Klängen und Räumen und der Erforschung dieser Phänomene mit den Musiker*innen. Éliane Radigue, eine der bedeutendsten Pionierin*innen elektronischer Musik, komponiert seit 25 Jahren ausschließlich akustische Werke, die ohne geschriebene Partituren im direkten Austausch mit Solist*innen und Ensembles entstehen. Ihre OCCAM OCEAN-Reihe ist inspiriert von den vielfältigen physikalischen Wellenstrukturen des Universums, von dem wir nur einen Teil visuell oder akustisch wahrnehmen. Im co-kreativen Kompositionsprozess wählten die Musiker*innen von Dedalus das Bild eines Gewässers, das für sie Wellen sinnlich erfahrbar macht und zur inneren Partitur wird. Catherine Lambs Overlays Transparent/Opaque unternimmt den Versuch, Formen jenseits phänomenologischer Klarheit zu zeigen, indem sieben sich ständig bewegende Schichten übereinander gelagert werden. Auf diese Weise bilden sich Klangobjekte, die nicht anhand eindeutiger Kategorien wie laut/leise oder Vordergrund/Hintergrund zu erfassen sind. „Opaque suggeriert einen vollen Klang, der dicht und lebendig ist, während Transparent einen Klang bezeichnet, der seine Basis verliert und sich in intensiver Opazität auflöst.“ Im Rahmen von MaerzMusik gibt das Ensemble Dedalus in mehreren Portrait-Konzerten Einblick in einzigartige Projekte, die alle auf offenen Partituren basieren. Durch diese und dank der außergewöhnlichen Musiker*innen konnte ein ganz eigener, dichter Klang entwickelt werden. Die künstlerische Praxis des Ensembles entzieht sich traditionellen Kategorien, folgt elaborierten Konzepten und vermittelt doch eine sinnliche Erfahrung, die ebenso radikal wie fesselnd, so subtil wie kraftvoll ist. Ensemble Dedalus wird unterstützt von DRAC Occitanie und Conseil Régional Occitanie. Weitere Förderer sind SACEM, SPEDIDAM, Maison de la Musique Contemporaine, Impuls Neue Musik und Occitanie en Scène. circa 50 min
Konzerte | Neue Musik

Archipelische Klänge

MaerzMusik

Klangforum Wien Vimbayi Kaziboni – Leitung Vera Fischer, Gregory Chalier – Flöten Markus Deuter – Oboe Bernhard Zachhuber, Hugo Queiròs – Klarinetten Álvaro Collao Leon – Saxofon Christian Walcher – Fagott Christoph Walder – Horn Anders Nyqvist – Trompete Mikael Rudolfsson, Florian Juncker – Posaune Jack Adler-Mckean – Tuba Alex Lipowski, Lukas Schiske, Aya Masui – Schlagwerk Florian Müller, Johannes Piirto – Klavier Krassimir Sterev – Akkordeon Miriam Overlach – Harfe Gunde Jäch-Micko, Judith Fliedl – Violine Dimitrios Polisoidis, Paul Beckett – Viola Benedikt Leitner, Andreas Lindenbaum – Violoncello Jonathan Heilbron – Kontrabass Gerhard Stäbler: Den Müllfahrern von San Francisco (1989-1990/2018) für Ensemble Laure M. Hiendl: Chronochromatic Variations IV (2026) für Ensemble, Uraufführung Ein Kompositionsauftrag des Klangforum Wien Luxa M. Schüttler: i wd leave leaf & dance (2022/2026) für Ensemble und Live-Elektronik Uraufführung der Fassung für Ensemble I. Arpeggio-Lago II. „What Can We Say / What Can We Sing?“ III. Glamorize The Chaos IV. Twinn Track V. „Truth Is Marching In“ VI. Disco Inferno Das Klangforum Wien durchwandert archipelische Klanglandschaften, in denen sich ein verzweigtes Denken und Hören den strengen Abgrenzungen zwischen instrumentaler und elektronischer Musik entzieht. Was geschieht, wenn sich Erinnerungen und Gedanken, Poesie und Installation in musikalische Strukturen einschreiben – und dort ungeahnte, hybride Verbindungen eingehen? In den akustischen Reiseerinnerungen von Gerhard Stäbler hallen Echos zwischen den hydraulischen Klängen und „erschreckend reinen Terzen“ eines Mülllastwagens wider, der ihn in San Francisco einmal aus dem Schlaf riss. Gemischt mit den sprachlichen Rhythmen des Beatpoeten Allen Ginsberg inspirierten diese Klänge den intermedialen Komponisten zu einem Stück voller Witz und Dramatik, niemand anderem gewidmet als Den Müllfahrern von San Francisco . In Laure M. Hiendls neuem Werk schweben die subtilen Veränderungen eines musikalischen Kerns zwischen den Polen Ruhe und Bewegung. Fasziniert von den Resonanzen zwischen Skulptur, Installation und Musik lässt der in Wien lebende Komponist* und Kurator* räumliche Eindrücke allein durch klangliche Strukturen entstehen, zugleich werden die Grenzen zwischen digitalen und analogen Räumen und Techniken verflüssigt. Wie eine Klangskulptur lädt das Werk zu verschiedenen Perspektiven ein, es von außen zu betrachten oder sich von den Veränderungen seiner Textur mitbewegen zu lassen. Luxa M. Schüttler weitet das archipelische Denken des martiniquischen Philosophen und Schriftstellers Édouard Glissant zu Momenten des Sich-selbst-Fremdwerdens. Aus sich verzweigenden, hybriden Klangnetzwerken, die sich zwischen elektronischen und popmusikalischen Elementen sowie akustischen Instrumentalklängen umherbewegen, entstehen feine Strukturen, unerwartete Rhythmen und stimmungsvolle Gesten. Schüttler verbindet Klangpartikel der unterschiedlichsten musikalischen Gattungen mit Gedichten von Kamau Brathwaite aus Barbados, denen auch der Titel der Komposition, i wd leave leaf & dance , entliehen ist. Mit freundlicher Unterstützung durch das Österreichische Kulturforum Berlin circa 1 h
Konzerte | Neue Musik

Meredith Monk in Concert

MaerzMusik

Meredith Monk – Stimme, Keyboard Katie Geissinger – Stimme Allison Sniffin – Stimme, Violine, Keyboard Joe Levasseur – Lichtdesign Eli Walker – Sound Design threeASFOUR – Kostüme Meredith Monk: Wa-lie-oh, aus Songs from the Hill (1975-1976) Click Song #1, aus Light Songs (1988) Hips Dance, aus Volcano Songs: Duets (1993) Gotham Lullaby (1975) Choosing Companions, aus ATLAS: an opera in three parts (1991) Ausgewählte Stücke aus Cellular Songs (2018) Scared Song (1986) Prayer I, aus The Politics of Quiet (1996) Simple Sorrow (2020) Panda Chant I, aus The Games (1984) Memory Song, aus The Games (1984) masks, aus mercy (2001) Happy Woman, from Cellular Songs (2018) Die Komponistin und Musikerin Meredith Monk gilt als eine der außergewöhnlichsten und einflussreichsten Künstler*innen unserer Zeit. Zusammen mit den renommierten Mitgliedern ihres Vokalensembles Katie Geissinger und Allison Sniffin gibt sie eines ihrer seltenen, eher intim angelegten Konzerte. Monk, der am 18. März 2026 in der Akademie der Künste der diesjährige Große Kunstpreis Berlin verliehen wird, gilt als „Magierin der Stimme” und „eine der coolsten Komponist*innen der USA”. Das Konzert speist sich aus Monks sechs Jahrzehnte währender Tätigkeit und stellt ihre Innovationskraft ebenso wie ihre beeindruckende Stimmkunst, die die unendlichen Möglichkeiten der menschlichen Stimme auslotet, in den Vordergrund. „Zusammenarbeit, Verbundenheit und Mitmenschlichkeit“ – diese Qualitäten bilden das gedankliche Zentrum von Meredith Monks Konzert: „als Gegenkraft zu den Werten, die derzeit so lautstark vertreten werden.“ Zusammen mit ihren Co-Performer*innen Katie Geissinger und Allison Sniffin präsentiert die vielseitige Künstlerin ausgewählte Stücke aus ihrem umfangreichen vokalen Werk, das sich von Solo-Stücken über Konzerte bis hin zu zeitgenössischer Oper erstreckt. Monk gilt als Pionierin der erweiterten Gesangstechnik und der interdisziplinären Performancekunst. Sie war eine der zentralen Protagonist*innen in der New Yorker Downtown-Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre und beeinflusste Komponist*innen, Sänger*innen und Künstler*innen wie Yoko Ono, Philip Glass, Kate Bush, Björk oder Rebecca Saunders. Die vielfältigen Facetten der menschlichen Stimme faszinierten Monk seit ihrem Studium. Aus diesem Antrieb entwickelte sie neue Zugänge und Perspektiven zu Gesang, Performancekunst, Film, ortsspezifischen Arbeiten und Musiktheater, die bis heute inspirieren. 1 h 15 min, ohne Pause
Konzerte | Neue Musik

11.000 Saiten

MaerzMusik

Klangforum Wien Vimbayi Kaziboni – Leitung Vera Fischer, Gregory Chalier – Flöten Markus Deuter – Oboe Bernhard Zachhuber, Hugo Queiròs – Klarinetten Álvaro Collao Leon – Saxofon Christian Walcher – Fagott Christoph Walder – Horn Anders Nyqvist – Trompete Mikael Rudolfsson, Florian Juncker – Posaune Krassimir Sterev – Akkordeon Miriam Overlach – Harfe Florian Müller – Cembalo Johannes Piirto – Celesta Alex Lipowski, Lukas Schiske – Schlagwerk Gunde Jäch-Micko, Judith Fliedl, Annette Bik – Violine Paul Beckett, Dimitrios Polisoidis – Viola Benedikt Leitner, Andreas Lindenbaum – Violoncello Jonathan Heilbron – Kontrabass Berliner Pianist*innen Georg Friedrich Haas: 11.000 Saiten (2023) für 50 mikrotonal gestimmte Klaviere und Kammerorchester MaerzMusik 2026 eröffnet mit Georg Friedrich Haas’ mikrotonaler und zugleich eindrucksvoller performativer Komposition 11.000 Saiten. In der spektakulären Architektur des MaHalla werden 50 Pianist*innen um das Publikum herum platziert und erzeugen gemeinsam mit den Musiker*innen des Klangforum Wien ein immersives Klangerlebnis. Die dynamische Bandbreite reicht von wuchtigen Klangmassen bis hin zu filigranen Klanginseln. 11.000 Saiten geben sehr viel Spielraum für neue kompositorische Kombinationen und Klänge, umso mehr, als jedes Klavier minimal anders gestimmt ist: in einem Abstand von zwei Cent, was zwei Hundertsteln eines Halbtons entspricht. Die kreisrunde Positionierung der Instrumente vergleicht Georg Friedrich Haas mit einem riesigen Getriebe aus lauter Uhren, in welchem jede einzelne ein wenig anders geht und trotzdem – oder gerade deshalb – alles zusammenstimmt. Mit seinem Vorgehen unterläuft der österreichische Komponist Erwartungen – auch diejenigen an mikrotonale Kompositionen: „Haas’ Komposition reizt unser Gehör: Die räumlichen und musikalischen Effekte haben die Kraft, eine Art Kribbeln zu erzeugen, das in seinen Bann zieht.“ (The New York Times) Ihm ist der harmonische Raum der wohltemperierten Klänge zu eng geworden, in denen Klänge in Stufen angeordnet sind. Sein mikrotonales Universum mit sich verschiebenden Stimmungen lässt den Ohren die Freiheit, durch einen Raum zu gleiten, der anstelle von Stufen von Wellen durchzogen ist. Es ist ein schwereloses, vom Ballast statischer Konstruktionen befreites Hören. Mit 11.000 Saiten wirft Haas „Fragezeichen ins Getriebe der europäischen Musik“ und lässt damit die Zuhörer*innen in den Resonanzen mancherlei Antwort und neue Frage finden. Der inspirierende Funken zu 11.000 Saiten zündete in einer Klavierfabrik im chinesischen Ningbo, die Peter Paul Kainrath, der Künstlerische Leiter des Klangforum Wien, besuchte. Dort werden neue Klaviere testweise, bevor sie das Werk verlassen, für 24 Stunden automatisch von Maschinen gespielt – eine Situation, die als Spur in Haas’ Komposition weiterlebt, wenn die 50 Pianist*innen ihren Einsätzen mit Hilfe von synchronisierten Tablets folgen. Teil des Konzepts ist zudem die Einbeziehung lokaler Künstler*innen und Hochschulen, die gemeinsam mit dem Klangforum Wien das Stück zu gefeierten Aufführungen in unter anderem Bozen, Amsterdam, Düsseldorf und New York brachten. Der Berliner Aufführungsort greift die Geschichte der Klavierfabrik gleichsam auf: Der Kulturort MaHalla ist zugleich ein Industriedenkmal der ehemaligen AEG-Werke in Oberschöneweide, ein Drehkreuz der Berliner Industrialisierung. circa 1 h

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