Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.
John Adams:
Short Ride in a Fast Machine. Fanfare für Orchester (1986)
Samuel Barber:
Konzert für Violine und Orchester op. 14 (1939–1940)
Antonín Dvořák:
Symphonie Nr. 9 e-moll op. 95 »Aus der Neuen Welt« (1894)
Aus der Neuen Welt
Das Pittsburgh Symphony Orchestra eröffnet unter seinem Chefdirigenten Manfred Honeck festlich die Saison 2026/27. Auf dem Programm stehen Werke »Aus der Neuen Welt«: Eine Orchesterfanfare des Komponisten und Dirigenten John Adams, der im Mai im Zyklus »Orchester international« erstmals am Pult der Wiener Philharmoniker zu erleben sein wird, sorgt für den feierlichen Auftakt.
Augustin Hadelich mit Barbers Violinkonzert
Unser Porträtkünstler Augustin Hadelich spielt das Violinkonzert von Samuel Barber, das an die romantische Tradition Europas anknüpft, aber auch US-amerikanische Anklänge aufweist. Neben schwelgerischen Kantilenen und einprägsamen Melodien in den ersten beiden Sätzen beeindruckt es durch einen äußerst halsbrecherischen letzten Satz mit einem schwindelerregenden Perpetuum mobile.
Zwischen Spirituals und Ländlern
Transatlantische Beziehungen prägen auch den zweiten Konzertteil. Drei Jahre verbrachte Antonín Dvořák in den USA, wo er als Direktor des National Conservatory of Music of America in New York tätig war. Während dieser Zeit entstand seine 9. Symphonie, die von der Musik der indigenen und afroamerikanischen Bevölkerung inspiriert wurde, aber auch von Sehnsucht nach seiner böhmischen Heimat geprägt ist. Verschiedenste musikalische Einfälle, an denen Dvořák so reich war, vereinen sich hier zu einem großartigen musikalischen Gesamtbild.
Johannes Brahms:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-moll op. 15 (1854–1859/1875)
Dmitri Schostakowitsch:
Symphonie Nr. 5 d-moll op. 47 (1937)
Preisgekrönt
Alexandre Kantorow, der 2019 im Alter von 22 Jahren als erster Franzose den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewonnen hat, eröffnet mit Brahms’ 1. Klavierkonzert seine Porträtreihe im Wiener Konzerthaus. Sein Aufstieg war phänomenal. Der Standard schrieb schon kurz darauf vom »besten Pianisten der Welt«, als »der wiedergeborene Liszt« wurde er gar bezeichnet. Ein Millionenpublikum bescherte ihm 2024 die Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris, wo er in fließendem Regen auf einer Seine-Brücke Ravels »Jeux d’eau« spielte. Zu seinen bevorzugten Komponisten gehört jedoch Johannes Brahms. Sinnlich und organisch, »… wie die Wurzeln eines Baumes, aus denen sich ganz natürlich das gewaltige Geflecht aus Ästen und Blättern entfaltet«, empfindet er dessen Werke.
Schwer und groß
Der Weg zu seinem 1. Klavierkonzert war für Brahms steinig. Zunächst wollte er seine Sonate für zwei Klaviere zu einer Symphonie umarbeiten, was ihm aber nicht gelingen wollte – bis ihm die Idee kam, daraus ein Klavierkonzert zu entwickeln. »Vom ersten Satz und Scherzo und ein Finale, furchtbar schwer und groß. Ich war ganz begeistert«, schrieb Brahms 1855 an Clara Schumann. »Auch male ich an einem sanften Portrait von Dir, das dann Adagio werden soll.« Das Publikum war bei der Uraufführung 1859 in Hannover ebenfalls beeindruckt.
Wuchtig und grotesk
Den orchestralen Part übernimmt in diesem Konzert das Pittsburgh Symphony Orchestra, das in der zweiten Konzerthälfte Dmitri Schostakowitschs 5. Symphonie interpretiert. Mit einer Einspielung dieses wuchtigen Werks unter der Leitung von Manfred Honeck gewann es 2018 zwei Grammys, einen davon für die beste Orchesteraufnahme. Schostakowitsch komponierte die Symphonie 1937, kurz nachdem er aufgrund seiner Oper »Lady Macbeth von Mzensk« bei Stalin in Ungnade gefallen war. Mit seiner äußerlich angepassten, triumphalen Fünften erntete Schostakowitsch großen Jubel. Heute hört man darin jedoch eine Übersteigerung, die die gewaltigen, erbarmungslosen Märsche in Groteske umschlagen lässt.
Programm:
»Lead me home«. A celebration of the American choral landscape
William Byrd: Praise our Lord, all ye Gentiles (1611))
Virgil Thomson: My shepherd will supply my need (1937)
Caroline Shaw: and the swallow
Morten Lauridsen: O nata lux
Anonymus: My lord, what a morning. Spiritual (Bearbeitung: Harry T. Burleigh)
Steal away. Spiritual (Bearbeitung: David Blackwell)
William Billings: David's lamentation
Bobby McFerrin: The 23rd psalm
Eric Whitacre: Stopping by woods on a snowy evening
John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr: Free as a bird (Bearbeitung: Jim Clements)
Jonathan Dove: In beauty may I walk
Taylor Scott Davis: Effortlessly
Samuel Barber: To be sung on water
Anonymus: Shenandoah. Volkslied aus Amerika (Bearbeitung: Thomas Hewitt Jones)
Richard Rodgers: Bewitched (Pal Joey) (1940)
Billy Strayhorn: Take the »A« Train (Bearbeitung: Jonathan Rathbone) (1941)
Harry Warren: Chattanooga choo choo (Bearbeitung: Jonathan Rathbone)
Cole Porter: I've got you under my skin (Aus dem Film »Born to dance«) (Bearbeitung: Jim Clements) (1936)
Eine Reise in die amerikanische Chortradition
Zuletzt begeisterte das international bekannte britische Vokalensemble VOCES8 beim Festival »Gemischter Satz« im Wiener Konzerthaus. Nun sind sie wieder zu Gast und präsentieren mit »Lead Me Home« einen Querschnitt durch die amerikanische Chortradition, vom Spiritual über den Folk Song bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.
Von Byrd bis Porter
Beim Programm unter dem Motto »Lead Me Home« stehen Werke wie Virgil Thomsons »My shepherd will supply my need« oder Spirituals wie »My lord, what a morning« und »Steal away« ebenso auf dem Programm wie visionäre Werke von Caroline Shaw, Morten Lauridsen und Eric Whitacre. Neben diesen besinnlichen Kompositionen erklingen Samuel Barbers »To be sung on the water« oder das amerikanische Volkslied »Shenandoah«, aber auch Songs von den Beatles, Bobby McFerrin oder Cole Porter. Zu Beginn steht mit William Byrds »Praise our Lord, all ye Gentiles« ein Werk aus dem elisabethanischen England.
Mahler Academy Orchestra / Barron / von Steinaecker
Mahler: Symphonie Nr. 9
Mahler Academy Orchestra
Originalklang-Project
Fleur Barron; Mezzosopran
Philipp von Steinaecker; Dirigent
Gustav Mahler
Kindertotenlieder für eine Singstimme und Orchester (1901–1904)
Symphonie Nr. 9 (1909–1910)
Vom Klingen und Verklingen: Mahler im Originalklang
Wie klangen die Symphonien Gustav Mahlers zu seiner Zeit? Nicht nur Werke aus Mittelalter, Renaissance oder Barock wurden mit anderen Instrumenten oder Spielweisen ausgeführt als wir es heute gewöhnt sind. Philipp von Steinaecker hat sich mit seinem Mahler Academy Orchestra auf die Suche nach dem originalen Mahler-Klang gemacht – mit sorgfältiger Recherche nach dem von Mahler selbst beschafften Instrumentarium, handschriftlichen Spielanweisungen in der Dirigierpartitur von Mahlers Freund Willem Mengelberg sowie alten Schellackplatten. Bereits bei seiner Aufführung von Mahlers Fünfter im Wiener Konzerthaus im September 2024 hinterließ er einen tiefen Eindruck, die Interpretation überzeugte mit ungeheurem Farbenreichtum der originalen Instrumente.
Philipp von Steinaecker, Fleur Barron und das Mahler Academy Orchestra
Einstmals Assistent von Claudio Abbado und John Eliot Gardiner finden in Philipp von Steinaecker historische Aufführungspraxis und Interpretation Mahler’scher Werke perfekt zueinander. Das Orchester besteht zur Hälfte aus jungen Stipendiat:innen der Gustav-Mahler-Akademie Bozen, zur Hälfte aus Mitgliedern so renommierter Orchester wie des Concertgebouw Orchestra und der Berliner Philharmoniker. Dieses Mal stehen, mit Fleur Barron als Sängerin, die »Kindertotenlieder« und Mahlers Neunte auf dem Programm, beides Werke, die sich mit der Endlichkeit beschäftigen und auf berückende Weise verklingen.
Klangforum Wien
50 Pianist:innen
in Zusammenarbeit mit der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Vimbayi Kaziboni, Musikalische Leitung
Georg Friedrich Haas:
11.000 Saiten für 50 mikrotonal zueinander gestimmte Klaviere und Kammerorchester (2020)
11.000 Saiten: Das Konzert für 50 Klaviere
Mit dem Projekt »11.000 Saiten« wird der Große Saal selbst zum Instrument. In seiner Komposition für 50 Klaviere entwirft Georg Friedrich Haas einen radikal neuen Hörraum, der traditionelle Konzertformen bewusst hinter sich lässt.
Ein immersives Klangerlebnis von Georg Friedrich Haas
Das Publikum sitzt im Zentrum des Saales, umgeben von 50 Klavieren, die ringförmig im Raum verteilt aufgestellt sind. Klang entsteht nicht frontal, sondern bewegt sich, schichtet sich, kreist, verdichtet sich und löst sich wieder auf. Die Zuhörer:innen befinden sich mitten im Resonanzkörper eines gewaltigen Instruments aus 11.000 Saiten.
Zeitgenössische Musik als räumliche Erfahrung
Hören wird hier zu einer körperlichen Erfahrung: Schwingungen sind nicht nur hör-, sondern auch spürbar. Nähe und Distanz, Richtung und Zeit verändern sich, das Ohr wird zum Orientierungssinn, und bisherige Hörerfahrungen werden radikal in Frage gestellt. Jeder Platz im Raum eröffnet eine eigene Perspektive auf das Geschehen – kein Klang gleicht dem anderen, kein Hörerlebnis ist identisch.
Klangkunst im Großen Saal
»11.000 Saiten« ist weniger Konzert als kollektive Klanglandschaft, weniger Aufführung als Zustand – ein Ereignis, das das Klavier von seiner solistischen Tradition löst und als architektonischen, atmenden Klangkörper neu erlebbar macht.
Termine
So 20.9.2026, 15:30 | Ticket
So 20.9.2026, 19:00 | Ticket
Ort
Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien
Argerich / Zilberstein / Anton & Daniel Arkadij Gerzenberg
Martha Argerich, Klavier
Lilya Zilberstein, Klavier
Anton Gerzenberg, Klavier
Daniel Arkadij Gerzenberg, Klavier
Bedřich Smetana:
Sonatensatz e-moll für zwei Klaviere zu acht Händen (1849)
Carl Czerny:
Rondeau brillant op. 227 für Klavier zu sechs Händen
Sergej Rachmaninoff:
1. Satz: Barcarolle und 2. Satz: La nuit ... L'amour (Suite Nr. 1 »Fantaisie-Tableaux« op. 5 für zwei Klaviere) (1893)
Ludwig van Beethoven:
2. Satz: Allegretto (Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92) (Bearbeitung für Klavier zu acht Händen) (1811–1812)
Dmitri Schostakowitsch:
Concertino für zwei Klaviere op. 94 (1953)
Robert Schumann:
Nr. 1 »Pas trop vite«, Nr. 2 »Avec beaucoup d'expression« und Nr. 4 »Espressivo« (Studien für den Pedal-Flügel. Sechs Stücke in kanonischer Form op. 56) (1845/1891)
Maurice Ravel:
La valse. Poème chorégraphique (Fassung für zwei Klaviere) (1919–1920/1921)
Edvard Grieg:
Peer Gynt-Suite Nr. 1 op. 46 (Bearbeitung für Klavier zu acht Händen) (1874–75/1888)
Argerich, Zilberstein & Familie
Für Klavierfans beginnt das Alphabet mit »Argerich«: Die Grande Dame der 88 Tasten ist ein Garant für tiefsinnige Konzerterlebnisse. Einen besonderen Abend gestaltet Martha Argerich mit einer ihrer engsten Weggefährtinnen und deren Familie: Im September teilt sie mir ihrer langjährigen Duo-Partnerin Lilya Zilberstein und deren Söhnen Anton und Daniel Arkadij Gerzenberg das Podium des Großen Saales. Einmal gab es bereits die seltene Gelegenheit, das tastenkundige Generationengespann zu erleben: Nun wird es dank großen Erfolgs und begeisterter Publikumsreaktionen fortgesetzt.
Von der Romantik in die Moderne
Erleben Sie die Klangfülle romantischen und auch modernen Repertoires mit bis zu acht Händen: Dass dabei Höhepunkte wie Ravels »La Valse« oder Auszüge aus Griegs »Peer Gynt«-Suite nicht fehlen dürfen, versteht sich von selbst.
Minis Welt steht Kopf: Alles ist verkehrt herum! Zuerst ist es für Mini ganz ungewohnt, aber dann macht es ihr großen Spaß, denn die Welt darf auch mal anders sein!
Empfohlen für Kinder von 1 bis 3 Jahren
Freie Platzwahl
Vorverkauf:
für Mitglieder ab 03/08/2026
für alle verfügbar ab 10/08/2026
Termine
Di 29.9.2026, 16:00 | Ticket
Mi 30.9.2026, 11:00 | Ticket
Mi 30.9.2026, 14:30 | Ticketund weitere Termine
Mi 30.9.2026, 16:00 | Ticket
Do 1.10.2026, 11:00 | Ticket
Do 1.10.2026, 14:30 | Ticket
Do 1.10.2026, 16:00 | Ticket
Ort
Wiener Konzerthaus
Berio-Saal Lothringerstraße 20
A-1030 Wien
Eva Moreno, Gesang
Lorenzo Bellini, Keyboard
Ciara Moser, E-Bass
Raphael Vorraber, Schlagzeug
Lilian Genn, Moderation
Für ihr Debütalbum »Blind. So What?« wurde die irisch-österreichische Bassistin und Komponistin Ciara Moser international gefeiert. Nun kommt die preisgekrönte Künstlerin erstmals ins Wiener Konzerthaus. In »The Rose of Battle« verbindet sie Folk mit Modern Jazz und Fusion.
Empfohlen für Kinder und Jugendliche von 8 bis 12 Jahren
Anmeldungen unter konzerthaus.at/schulkonzerte (Schüler:innen und Lehrer:innen kostenfrei)
Freie Platzwahl
Eva Moreno, Gesang
Lorenzo Bellini, Keyboard
Ciara Moser, E-Bass
Raphael Vorraber, Schlagzeug
Lilian Genn, Moderation
»klangberührt. Ein besonderes Bedürfnis nach Musik«
Das Wiener Konzerthaus gewährleistet allen Musikliebhaber:innen einen barrierefreien Zugang. Somit steht das Konzerterlebnis »klangberührt« gleichermaßen Menschen mit und ohne Behinderung offen.
Für ihr Debütalbum »Blind. So What?« wurde die irisch-österreichische Bassistin und Komponistin Ciara Moser international gefeiert. Nun kommt die preisgekrönte Künstlerin erstmals ins Wiener Konzerthaus. In »The Rose of Battle« verbindet sie Folk mit Modern Jazz und Fusion.
50% Ermäßigung für eine Begleitung pro Besucher:in mit Behinderung
Freie Platzwahl
Witold Lutosławski: Symphonie Nr. 4 (1992)
Claude Debussy: La mer. Drei symphonische Skizzen (1903–1905)
Jean Sibelius: Symphonie Nr. 5 Es-Dur op. 82 (1915–1919)
Von Planeten, Schwänen und Meereswogen
»Bei dieser Einleitung muss ich an die Bewegung von Planeten denken«, sagt Esa-Pekka Salonen über den Beginn von Jean Sibelius’ 5. Symphonie. Der finnische Dirigent und Komponist leitet die Wiener Philharmoniker bei einer Aufführung dieses beliebten Werkes seines Landsmannes. Dieser feilte lange an der Symphonie und war erst mit deren dritter Fassung zufrieden, die nur mehr drei Sätze zählt und 1919 unter seiner Leitung in Helsinki erstmals zur Aufführung kam. Der Komponist selbst ließ sich vom Anblick von 16 Schwänen zu diesem Werk inspirieren. »Einer der größten Augenblicke meines Leben«, schreibt er. In der ersten Konzerthälfte steht die etwas zuvor, zwischen 1903 und 1905, entstandene symphonische Skizze »La mer« von Claude Debussy auf dem Programm, die auf wundersame Weise verschiedene Meeresstimmungen in klangfarbenreiche Musik setzt. Den Anfangspunkt setzt Witold Lutosławskis 4. Symphonie aus dem Jahr 1992. »Musik ist Musik«, betonte der Komponist und sprach sich dabei gegen außermusikalische Inhalte aus. Jedoch ließ er sich in seinen späteren Werken vom Klangfarbenreichtum Debussys beeinflussen.
Ursula Strauss, Gesang
Ernst Molden, Gesang, Gitarre
Seit über einem Jahrzehnt touren Ursula Strauss und Ernst Molden gemeinsam durch den deutschsprachigen Raum. Sie eröffneten am Rathausplatz zweimal die Wiener Festwochen und begeistern seit Jahren mit einer einzigartigen Mischung aus Lyrik, Musik und Bühnenpräsenz.
Die Vögel der Nacht
Nach den erfolgreichen Alben »Wüdnis« und »Oame söö« laden die beiden nun zu einem intimen Konzertabend, um dabei ihr drittes gemeinsames Album zu präsentieren: Die neuen Songs von »nochdvegl« – reduziert auf zwei Stimmen und Gitarre – erzählen von König Laurins Rosengarten, gefährlichen Basilisken in Wien und heimtückischen Wassermännern. »nochdvegl«, das sind die Vögel der Nacht. Schauen wir ihnen zu, hören wir sie nur in der Finsternis, sind wir gar selbst welche? Lassen wir uns ein auf die Welt des Wiener Liedermachers Ernst Molden und der herausragenden Schauspielerin und Sängerin Ursula Strauss!
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Giorgi Gigashvili, Klavier (Great Talent)
Markus Poschner, Dirigent
Hannah Kendall: O flower of fire (2023) (EA)
Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester G-Dur (1929–1931)
Igor Strawinski:
Le sacre du printemps. Bilder aus dem heidnischen Russland (1911–1913)
Start in eine hoffnungsfrohe Zukunft
»… jedes Mal wieder bin ich begeistert von der besonderen Qualität, der Hingabe, Leidenschaft und Spielkunst dieses Orchesters«, sagt Markus Poschner über das ORF Radiosymphonieorchester Wien. In eine hoffnungsfrohe Zukunft blickt es mit diesem Konzertabend, mit dem Poschner seine Position als Chefdirigent antritt. Seit 2017 leitet er das Bruckner Orchester Linz, seit 2025 das Sinfonieorchester Basel. Mit dem Pianisten des Abends, dem Great Talent Giorgi Gigashvili, teilt er die Vielseitigkeit und Offenheit: Poschner war vor seiner Dirigentenlaufbahn Jazzpianist, Gigashvili wäre um ein Haar Popmusiker geworden.
Werke von Kendell, Ravel und Strawinski
Ein Werk von Hannah Kendell, einer britischen Komponistin mit Wurzeln in Guyana, eröffnet den Abend. Zu »O flower of fire« inspirierte sie ein Gedicht des guyanischen Dichters und politischen Aktivisten Martin Carter, der sich unermüdlich für die Karibikregion eingesetzt hat. Zur Reichhaltigkeit des Klangbilds tragen Instrumente wie Harfen, Gongs und Mundharmonikas bei. Mit einem Peitschenknall hebt anschließend Ravels Klavierkonzert an, ein heiteres, temperamentvolles Werk mit Anklängen an Blues und Jazz, die der Komponist bei einer Amerika-Reise kennengelernt hatte, und einem rührend-elegischen Mittelsatz. In der zweiten Konzerthälfte steht mit Igor Strawinskis »Le sacre du printemps« ein Stück auf dem Programm, das bei seiner Uraufführung 1913 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées einen riesigen Skandal heraufbeschwor. Mit seinen rituellen Tänzen und archaisierenden Klängen zählt es heute aber zu den Klassikern der Moderne.
18.30–ca. 19.00 Uhr
Konzerteinführung mit Markus Poschner und dem RSO Wien
Eintritt frei für Besucher:innen des Konzerts im Großen Saal
Javus Quartett:
Marie-Therese Schwöllinger, Violine
Alexandra Moser, Violine
Marvin Stark, Viola
Oscar Hagen, Violoncello für den Gemeinschaftszyklus »Rising Stars« nominiert von Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien und Elbphilharmonie Hamburg
Oscar Jockel: Neues Werk für Streichquartett (UA) Kompositionsauftrag von Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien, Elbphilharmonie Hamburg und European Concert Hall Organisation
Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur Hob. III/81 (1799)
Fanny Mendelssohn-Hensel: Streichquartett Es-Dur (1834)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett f-moll op. 80 (1847)
Sonus Brass Ensemble:
Stefan Dünser, Trompete, Idee, Konzept
Attila Krako, Trompete
Zoltán Holb, Horn
Jan Ströhle, Posaune
Harald Schele, Tuba
Nina Ball, Ausstattung
Pascale-Sabine Chevroton, Choreographie
Markus Kupferblum, Pantomime, Regie
Fred, Albert und John, drei Schafe aus Schottland, träumen vom großen Abenteuer: Sie wollen ausbüxen, dem Alltagstrott entkommen, in die Stadt ziehen. Doch was sie dort erleben, überrascht sogar die schlauen Schafe ...
Kinder € 17,-
Empfohlen für Kinder ab 6 Jahren
Freie Platzwahl
Termine
Sa 3.10.2026, 11:00 | Ticket
Sa 3.10.2026, 14:00 | Ticket
So 4.10.2026, 11:00 | Ticketund weitere Termine
Symphonisches Schrammelquintett Wien & Christoph Wagner-Trenkwitz
»A echt's Weana Kind«
Symphonisches Schrammelquintett Wien:
Helmut Lackinger, Violine
Alexandra Winkler, Violine
Kurt Franz Schmid, Klarinette
Ingrid Eder, Knopfharmonika
Heinz Hromada, Kontragitarre
& Christoph Wagner-Trenkwitz Lesung, Moderation
Wiener KammerOrchester
Elena Bashkirova, Klavier
Jan Willem de Vriend, Dirigent
Franz Anton Rosetti: Symphonie g-moll
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester Es-Dur K 449 (1784)
Joseph Haydn: Symphonie e-moll Hob. I/44 »Trauer-Symphonie« (1772 vor)
Wiener Symphoniker
Gidon Kremer, Violine
Elim Chan, Dirigentin
Sofia Gubaidulina: Fairytale poem (1971)
Alfred Schnittke: Konzert für Violine und Orchester Nr. 4 (1984)
Sergej Prokofjew: Auszüge aus dem Ballett »Aschenbrödel« op. 87 und der Suite Nr. 1 aus »Aschenbrödel« op. 107 (Zusammenstellung: Elim Chan)
Musikalische Märchen
Elim Chan, derzeit eine der gefragtesten Dirigent:innen, ist in der Saison 2026/27 Artistic Partner der Wiener Symphoniker. Von 2019 bis 2024 war sie Chefdirigentin des Antwerp Symphony Orchestra und von 2018 bis 2023 Erste Gastdirigentin des Royal Scottish National Orchestra, 2025 leitete sie die legendäre »Last Night of the Proms«. Nun debütiert sie im Wiener Konzerthaus mit einem märchenhaften Konzert.
Der Märchenprinz
Sie hat dafür Auszüge aus Sergej Prokofjews Ballett (op. 87) und Suite Nr. 1 (op. 107) »Aschenbrödel« zusammengestellt. Nur wenige Sätze daraus sind im Wiener Konzerthaus bislang erklungen. Die Geschichte vom von seinen Stiefschwestern ausgegrenzten Mädchen, das durch einen beim Ball verlorenen Schuh ihren Prinzen findet, gehört zu den bekanntesten weltweit. Prokofjews farbenreiche Musik, die romantisch und zugleich humorvoll-skurril ist, passt bestens zur Märchenerzählung. Zu dieser Zusammenstellung gesellt sich eingangs Sofia Gubaidulinas »Fairytale poem«, ein kurzes Orchesterstück, das von einer Kreide handelt, die davon träumt, wunderbare Schlösser und Gärten aufzuzeichnen.
Gidon Kremer, Sofia Gubaidulina und Alfred Schnittke
Zu den Künstler:innen, die die Karriere der aus der Sowjetunion emigrierten Komponisten Gubaidulina besonders beförderten, zählt Gidon Kremer. Der in Riga geborene und in Deutschland lebende, international erfolgreiche Violinist engagierte sich auch für das Werk des Wolgadeutschen Alfred Schnittke, mit dem er auch befreundet war. Bewusst setzt der 1998 verstorbene Komponist verschiedene Stile nebeneinander, barocke Klänge neben moderne Expressivität – so auch in seinem vierten Violinkonzert Nr. 4, das Kremer 1984 in Berlin zur Uraufführung brachte.
Termine
Mo 5.10.2026, 19:30 | Ticket
Di 6.10.2026, 19:30 | Ticket
Ort
Wiener Konzerthaus
Großer Saal Lothringerstraße 20
A-1030 Wien
Pablo Barragán, Klarinette
Adrien La Marca, Viola
Denis Kozhukhin, Klavier
Carlos Guastavino: Sonate für Klarinette und Klavier
Xavier Montsalvatge: Cinco canciones negras (1945)
Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviertrio Es-Dur K 498 »Kegelstatt-Trio« (1786)
Robert Schumann: Märchenerzählungen op. 132 (1854)
Max Bruch: Acht Stücke für Klarinette, Viola und Klavier op. 83 (Auswahl) (1908)
Astor Piazzolla: Cuatro estaciones porteñas (Bearbeitung für Klarinette, Viola und Klavier: José Bragato) (1967–1970)
Besonders besetzt
Zuletzt begeisterte Denis Kozhukhin im Mai 2026 gemeinsam mit Vilde Frang und Maximilian Hornung im Wiener Konzerthaus mit einem Programm, das ganz den Schumann’schen Klaviertrios gewidmet war. Nun ist der russische Pianist in einer völlig anderen Trio-Konstellation zu Gast: Mit dem andalusischen Klarinettisten Pablo Barragán und dem französischen Bratschisten Adrien La Marca präsentiert er ein höchst entdeckungsfreudiges Kammermusikprogramm mit klassischem bis zeitgenössischem Repertoire.
Von Mozart bis Piazzolla
Mit dem harmonisch ausbalancierten Kegelstatt-Trio schuf Wolfgang Amadeus Mozart 1786 die erste bedeutende Komposition für Klarinette, Viola und Klavier. 67 Jahre später griff Robert Schumann diese ungewöhnliche Besetzung in seinen »Märchenerzählungen« op. 132 auf. An ihnen orientierte sich wiederum Max Bruch bei der Komposition seiner Acht Stücke op. 83 aus dem Jahr 1908, die er für seinen Sohn Max Felix, einen hervorragenden Klarinettisten, schrieb. Ergänzt wird der außergewöhnliche Abend durch die Sonate für Klarinette und Klavier von Carlos Guastavino sowie kammermusikalische Bearbeitungen von Xavier Montsalvatges »Cinco canciones negras« und Astor Piazzollas »Cuatro estaciones porteñas«, den »Vier Jahreszeiten von Buenos Aires«.
Jupiter:
Myriam Rignol, Viola da gamba
Clémence Schiltz, Viola da gamba
Mathilde Vialle, Viola da gamba
Etienne Floutier, Viola da gamba
Nicholas Milne, Viola da gamba
Mélissa Petit, Sopran
Hugh Cutting, Countertenor
Thomas Hobbs, Tenor
Florian Störtz, Bassbariton
Thomas Dunford, Laute, Leitung
John Dowland zum 400. Todestag
John Dowland
Come againe, sweet love doth now invite F I/66 (1597))
Semper Dowland semper dolens
Behold a wonder here (1603))
A dream P 75 (1595) ca.)
Go chrystall tears (1597))
The Right Honorable Robert, Earl of Essex, his Galliard P 42a (1617))
Sorrow, stay, lend true repentant tears (1600))
Melancholy Galliard P 25
Come away, come sweet love (1613))
The most hight and mighty Christianus the fourth King of Denmarke, his Galliard P 40 (1610))
Can she excuse my wrongs F I/18 (1597))
Lachrimae antiquae. Pavan P 15 (1617))
In darkness let mee dwell F IV/116 (1610))
Fine knacks for ladies F II/48 (1600))
A Fancy
Come, heavy sleep F I/40 (1597))
Captain Digorie Pipers Galliard P 19 (1600))
I saw my lady weep F II/2 (1600))
Sir John Langton's Pavan (1610))
Time stands still (The Third and Last Booke of Songs or Aires) (1603))
M. George Whitehead his Allmand
Shall I strive with wordes to move F IV/17 »Mignarda« (1612))
Flow, my tears F II/6 (1600))
Fortune my foe P 62 (1600 ca.)
Weep you no more, sad fountaines (1603))
The Frog Galliard (1600))
Now, o now I needs must part. Lied mit Consort F I/12 (1597))
sowie weitere Werke von John Dowland
Hinter den Kulissen des lebendigsten Musikhauses Wiens
Sind Sie neugierig, was sich hinter den Kulissen des Wiener Konzerthauses abspielt? Interessieren Sie sich für die Geschichte und die Architektur unseres schönen Gebäudes? Dann kommen Sie zu einer Backstage-Führung und entdecken Sie das Konzerthaus von einer anderen, neuen Seite.
Neben den vier Konzertsälen zeigen wir Ihnen Räumlichkeiten wie Künstler:innenzimmer, Technikbereiche und Orchestergarderobe – nach Möglichkeit in Kombination mit einem kurzen Probenbesuch. Karten sind online oder im Ticket- & Service-Center erhältlich.
Treffpunkt
Eingangsfoyer
(Lothringerstraße 20)
Preis
€ 8,50 Erwachsene
€ 4,00 Kinder & Jugendliche bis 16 Jahre
Eintritt frei: Kinder bis 6 Jahre
Termine
Mo 13.7.2026, 13:00
Mo 13.7.2026, 14:00 | englisch
Fr 17.7.2026, 13:00und weitere Termine
Fr 17.7.2026, 14:00 | englisch
Mo 20.7.2026, 13:00
Mo 20.7.2026, 14:00 | englisch
Fr 24.7.2026, 13:00
Fr 24.7.2026, 14:00 | englisch
Mo 27.7.2026, 13:00
Mo 27.7.2026, 14:00 | englisch
Mo 3.8.2026, 13:00
Mo 3.8.2026, 14:00 | englisch
Fr 7.8.2026, 13:00
Fr 7.8.2026, 14:00 | englisch
Mo 10.8.2026, 13:00
Mo 10.8.2026, 14:00 | englisch
Fr 14.8.2026, 13:00
Fr 14.8.2026, 14:00 | englisch
Mo 17.8.2026, 13:00
Fr 21.8.2026, 14:00 | englisch
Mo 24.8.2026, 13:00
Mo 24.8.2026, 14:00 | englisch
Fr 28.8.2026, 13:00
Fr 28.8.2026, 14:00 | englisch
Mo 31.8.2026, 13:00
Mo 31.8.2026, 14:00 | englisch
Fr 11.9.2026, 13:00
Fr 11.9.2026, 14:00 | englisch
Fr 18.9.2026, 13:00
Fr 18.9.2026, 14:00 | englisch
Fr 25.9.2026, 13:00
Fr 2.10.2026, 13:00
Fr 2.10.2026, 14:00 | englisch
Ort
Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien
Bewertungen & Berichte Wiener Konzerthaus Backstage
Online
Digitale Konzerte
Treten Sie ein in unseren digitalen Konzertsaal und genießen Sie feine Konzerte mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern. Veranstaltungen sind momentan nicht möglich, aber Musikerinnen und Musiker wollen spielen. Wir geben Ihnen dafür eine Bühne und Sie, liebes Publikum können auf diese digitale Weise Konzerte aus der ersten Reihe hören. Alle Konzerte sind kostenlos zugänglich, Sie können aber Künstlerinnen und Künstler, die unter dieser herausfordernden Zeit besonders leiden, unkompliziert mit einer Geldspende unterstützen. Die Erlöse gehen zur Gänze an die Musikerinnen und Musiker!
Bewertungen & Berichte Online-Shop des Wiener Konzerthauses
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Wiener Konzerthaus
Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft
Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.
Infotelefon: +43 1 24200-100
Kontakt
Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien