Die Oper Leipzig bildet das Dach für ein Drei-Sparten-Haus bestehend aus Oper, Leipziger Ballett und der Musikalischen Komödie. Verortet im Opernhaus (Oper & Leipziger Ballett) im Zentrum Leipzigs und im Haus Dreilinden (Musikalische Komödie) im Stadtteil Lindenau, steht sie in der Tradition von mittlerweile fast 320 Jahren Musiktheaterpflege in Leipzig.
Fran Díaz / Krzysztof Penderecki, Henryk Mikołaj Górecki u. a.
Premiere: 30.5.2026
Ballett von Fran Díaz | Musik von Krzysztof Penderecki, Henryk Mikołaj Górecki u.a.
Eurydike bleibt zurück. Ihre Geschichte, oft erzählt im Schatten von Orpheus’ Gesang, zeichnet Fran Díaz für das Leipziger Ballett neu nach. Eurydike ist keine Randfigur, keine Muse, keine Gefangene einer Liebe, die für sie bestimmt wurde. Sie ist eine Frau, die ihren Weg sucht – in einer Welt, die ihre Wünsche formt und verweigert zugleich.
Eurydikes Mythos entfaltet sich in einer Gesellschaft, die ständig nach vorne strebt und dennoch oft im Zurückblicken stecken bleibt. In einer Welt, in der Menschen zu Rollen und Beziehungen zu Erwartungen werden, wird Eurydike zu einem Spiegel für Fragen unserer Zeit: Was bedeutet Freiheit? Und wie entkommen wir einem System, das uns definiert, bevor wir uns selbst finden können?
Mit feinem Gespür für das Märchenhafte und das Zeitlose öffnet Choreograph Fran Díaz den Raum, um Eurydike neu zu entdecken – als Symbol für den Widerstand gegen das Verlorengehen im Strudel aus Vorgaben, Träumen und Sehnsüchten, die nicht die eigenen sind.
Musikalische Leitung: Yura Yang
Choreographie: Fran Díaz
Bühne: Laura Løwe
Kostüme: Anna Philippa Müller
Dramaturgie: Anna Diepold
Dauer: 2 Stunden | 1 Pause
ab 15 Jahren
Termine
So 14.6.2026, 17:00
Fr 19.6.2026, 19:30
Mi 24.6.2026, 19:30und weitere Termine
Hoch lebe die Freiheit! 1848, als der Freimaurer Albert Lortzing seine beeindruckende letzte Oper »Regina« schreibt, ist Revolution. Und genau die und ihre sozialen Unruhen sind der Inhalt und das Besondere dieses Werkes, das Lortzing nach seiner Frau benannte: Zwei politisch aktive Fabrikarbeiter lieben Regina, die Tochter des Fabrikbesitzers Simon. Doch sie gehören unterschiedlichen Lagern an. Der eine, Stephan, besetzt als radikaler Aufrührer die Fabrik und hält Regina in seiner Gewalt. Sie ist jedoch mit dem friedliebenderen Richard verlobt. Dieser politische Konflikt führt soweit, dass Stephan bereit ist, alle und alles in die Luft zu sprengen. Wie weit wird Regina gehen, um den Frieden wiederherzustellen?
Lortzings Revolutionsoper wurde aufgrund ihrer Brisanz lange unter Verschluss gehalten und selbst bei ihrer Uraufführung 1899 weit nach Lortzings Tod nur zensiert aufgeführt. Lortzing wusste, wie es ist, hart zu arbeiten und trotzdem nicht genug zu haben. Doch hielt die bürgerliche Künstlerfamilie um Ehefrau und Kollegin Regina und ihre vielen Kinder stets zusammen. Dieser Opern-Rarität haftet etwas Einzigartiges an, und der Wunsch nach Frieden und Freiheit könnte heute aktueller nicht sein. Die Zeitschrift »Signale« schrieb 1849 über den Träumer Lortzing und seine Oper: »›Regina‹ wird er vorläufig aufbewahren bis auf bessere Zeiten.«
Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Bernd Mottl
Bühne: Friedrich Eggert
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Licht: Thomas Hupe
Dramaturgie: Inken Meents
Oper in drei Akten | Libretto von Nicola Francesco Haym nach Francesco Bussani
Sie hat einen schwierigen Charakter – aber eine schöne Nase ! Diese Einschätzung eines kleinen Galliers ist nur eine von vielen Legenden, die sich um die bezaubernde Pharaonin ranken. Dass Kleopatra mit ihrem Zinken den Großen ihrer Zeit den Atem raubte, war schon immer ein Geschenk für alle im Entertainment-Business, die ein Näschen für gute Stoffe hatten. Auch wenn Händels unverwüstlicher Kassenschlager den Titel des römischen Diktators trägt, hat die Ägypterin in diesem Juwel des Opern-Repertoires doch meist die Nase vorn. Sie tiriliert, bezirzt, leidet, schluchzt und triumphiert einfach zum Niederknien schön. Natürlich hat der Grand Seigneur der Klang gewordenen Emotionen, sein musikalisches Breitband-Movie vor antiker Kulisse mit allen Gerüchen des barocken Orchesterspektrums ausgestattet und vom rotzfrechen Tolomeo über den pubertierenden Rache-Engel Sesto bis hin zur elegisch schniefenden Cornelia mit großartigen Typen.
Der gefeierte Regisseur Damiano Michieletto, der nach seiner buntglitzernden Erfolgsproduktion »The Rake’s Progress« mit »Giulio Cesare in Egitto« an die Oper Leipzig zurückkehrt, hat schon in London, Moskau, Mailand und Salzburg bewiesen, dass er einen guten Riecher für packendes Musiktheater hat.
Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky
Inszenierung: Damiano Michieletto
Szenische Einstudierung: Gilles Rico
Bühne: Paolo Fantin
Kostüme: Agostino Cavalca
Licht: Alessandro Carletti
Lichteinrichtung: Ludovico Gobbi
Choreografie: Thomas Wilhelm
Dramaturgie: Kara McKechnie
Bühnenbildass: Gianluca Cataldo
Gewandhausorchester
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Eine Koproduktion von Théatre des Champs-Élysées (Premiere 11. Mai 2022), Oper Leipzig, Opéra Orchestre national de Montpellier und Théatre du Capitole Toulouse und Oper Rom
Die Vorstellung am 11. Jun 2023 wird als Produktion der Oper Leipzig im Rahmen der Händel-Festspiele Halle gezeigt
Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Oper in drei Akten und sieben Bildern von Peter I. Tschaikowski | Libretto von Modest Tschaikowski, nach Alexander Puschkin
»Entweder ich befinde mich in einem schrecklichen Irrtum, oder ›Pique Dame‹ ist wirklich die Krönung meines Lebenswerkes!«, so urteilte
Peter Tschaikowski über seine vorletzte Oper, die 1890 im Mariinski-Theater in Sankt Petersburg uraufgeführt wurde und das Publikum seither in ihren Bann zieht.
Im Zentrum steht Hermann, ein junger Offizier, der den sozialen Aufstieg schaffen und zu den Mächtigen und Reichen der Gesellschaft gehören möchte. Er ist besessen von einer geheimen Technik beim Glücksspiel. Seine Obsession wird verstärkt, als er sich in Lisa, die Enkelin einer alten Gräfin, verliebt. Um an Geld zu gelangen, versucht er die Gräfin, die den Spitznamen »Pique Dame« trägt, zu überlisten und ihr das Geheimnis der mysteriösen Spieltechnik zu entlocken. Gelingt ihm das, erwarten Hermann funkelnder Reichtum, unendliche Macht und seine große Liebe: Lisa. Während Hermann dabei alles aufs Spiel setzt, gerät er in einen Strudel aus Leidenschaft, Eifersucht und Wahnsinn.
Tschaikowskis meisterhafte Musik verleiht der Handlung eine tiefe emotionale Intensität und fängt die Tragik und Dramatik der Charaktere auf atemberaubende Weise ein. Mit stürmischen Eröffnungsklängen und fesselnden Melodien bietet »Pique Dame« eine eindringliche Darstellung von Liebe, Besessenheit und Schicksal.
Musikalische Leitung: Christoph Gedschold
Inszenierung: Lorenzo Fioroni
Bühne: Sebastian Hannak
Kostüme: Katharina Gault
Licht: Sebastian Alphons
Dramaturgie: Marlene Hahn
Einstudierung Kinderchor / Jugendchor: Sophie Bauer
Gewandhausorchester
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 3 Stunden | 1 Pause
ab 14 Jahren
Einführung 30 Min. vor Vorstellungsbeginn im Konzertfoyer.
Termine
Sa 20.6.2026, 19:00 | Wiederaufnahme
So 28.6.2026, 17:00
Hast du dich schon einmal gefragt, wie Geschichten klingen, wenn sie lebendig werden? Bei uns kannst du das erleben! Wir nehmen dich mit auf eine Reise durch Musik, Tanz und Fantasie.
Gemeinsam …
- zaubern wir bunte Melodien und verwandeln Stimmen in leuchtende Geschichten,
- kitzeln wir Gänsehaut-Gefühle hervor, wenn auf der Bühne Spannendes oder Berührendes passiert,
- fangen wir deine Fantasie ein und lassen sie in Bildern, Worten und Klängen lebendig werden,
- sind wir Mut-Machende, wenn du selbst auf der Bühne stehst und dein Können zeigen möchtest,
- öffnen wir die Schatztruhe der Theaterwelt, damit du hinter die Kulissen schauen kannst.
Geh mit Hexe Hillary in die Oper, flieg mit Peter Pan durch die Lüfte oder finde heraus, wer die Ente denn nun wirklich entführt hat … Wir freuen uns auf dich und deine Fantasie! Treffpunkt: zwischen Holles Wolkenfeldern und den tausend Sternlein – hier bist du richtig!
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Bewertungen & Berichte Junge Oper Leipzig - für Kinder und Familien
@ Kirsten Nijhof
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Oper Leipzig
Die Oper Leipzig bildet das Dach für ein Drei-Sparten-Haus bestehend aus Oper, Leipziger Ballett und der Musikalischen Komödie. Verortet im Opernhaus (Oper & Leipziger Ballett) im Zentrum Leipzigs und im Haus Dreilinden (Musikalische Komödie) im Stadtteil Lindenau, steht sie in der Tradition von mittlerweile fast 320 Jahren Musiktheaterpflege in Leipzig.